Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Intelligente Stromzähler senken Strompreise

12.02.2010
Professur für Datenbanken der TU Dresden forscht für billigeren Strom

In Zeiten steigender Strompreise und hitziger Diskussionen über den Klimawandel haben auch führende Stromversorger den Bedarf nach flexiblen Preismodellen und verstärkter Integration von erneuerbaren Energiequellen - dem sogenannten Ökostrom - erkannt.

Deshalb entstehen gegenwärtig zahlreiche Forschungsprojekte zur Entwicklung kundenfreundlicher und umweltschonender Lösungen für den gesamten Lebenslauf von Strom - von seiner Entstehung in Kraftwerken oder Windparks bis hin zu seiner Nutzung durch den Privatkunden.

Seit Januar 2010 ist die Professur für Datenbanken der Fakultät Informatik an einem solchen Forschungsprojekt beteiligt. MIRACLE heißt das Schlagwort, unter dem acht Partner aus fünf EU-Ländern mit Hilfe sogenannter "Smart Meters", intelligenter Stromzähler, dafür sorgen wollen, dass Kunden ihren Strom nicht nur billiger sondern auch vermehrt aus erneuerbaren Energiequellen beziehen.

Momentan bietet der Stromversorger verschiedene feste Tarife an, der Kunde wählt sich einen aus und alsdann erfolgen Lieferung und Abrechnung des Stroms je nach Verbrauch. Es fehlt eine direkte Rückkopplung zwischen beiden Parteien. Folglich kann der Stromversorger den Bedarf für den nächsten Abrechnungszeitraum nur schwer einschätzen - und zahlt unter Umständen den Preis für Schätzungsfehler. Doch auch dem Kunden mangelt es an Informationen.

So ließen sich zahlreiche Haushaltsaktivitäten - vom Wäschewaschen bis zum Aufladen des Handyakkus - durchaus auf eine Tageszeit verschieben, zu der das Netz geringer ausgelastet ist, zudem werden dadurch auch die Kosten geringer.

Der Lösungsansatz des MIRACLE-Projekts ist denkbar einfach: Stromversorger und Kunde müssen miteinander kommunizieren können - am besten automatisch. Mit anderen Worten: intelligente Stromzähler müssen her. Die Umsetzung dieser Idee jedoch birgt ihre Tücken. Wie können die Unmengen an dabei entstehenden Daten verarbeitet und analysiert werden? Wie lassen sich Vergangenheitsdaten zum Kundenverbrauch effizient in präzise Vorhersagen über den zukünftigen Verbrauch umwandeln? Und wie können kurzzeitlich verfügbare erneuerbare Energien wie beispielsweise Sturm oder Schönwetterperioden kostengünstig mit Hilfe der gesammelten Daten integriert werden?

Mit all diesen Fragen befasst sich die Professur für Datenbanken unter Leitung von Prof. Wolfgang Lehner in den nächsten drei Jahren. Das mit insgesamt drei Millionen Euro durch die EU geförderte Großprojekt ist damit ein weiterer Meilenstein in der internationalen Spitzenforschung an der TU Dresden.

Weitere Informationen: Prof. Wolfgang Lehner, Tel. 0351 436-38383, E-Mail: Wolfgang.Lehner@tu-dresden.de

Mathias Bäumel | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement
21.08.2017 | ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

nachricht Computer mit Köpfchen
18.08.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik