Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Integrationsmanager für PKI

09.10.2009
IT-SA: Fraunhofer präsentiert Card- und Certificate-Manager integriert bestehende Systeme

Die Datenschutzskandale der vergangenen Monate haben gezeigt, wie wichtig der Schutz sensibler Informationen für Unternehmen ist. Wer Dateien und Emails verschlüsselt, schützt sich aber nicht nur vor Skandalen und Industriespionage, sondern erfüllt damit auch Kunden- und Gesetzesanforderungen.

Public-Key-Infrastrukturen helfen bei der Absicherung von wichtigen Daten und ermöglichen die Vereinfachung zahlreicher Routine-Prozesse. Doch gerade die Anbindung an die vorhandenen IT-Systeme und Unternehmensprozesse stellt oft eine große Herausforderung dar. Um dieses Problem zu lösen, hat das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie einen Card- und Certificate-Manager (C2M) für PKIs entwickelt.

Er verbindet die PKI mit der bestehenden IT-Landschaft, etwa mit Ticketing-Systemen, Verzeichnisdiensten oder Personalverwaltungssystemen. "Unser C2M ist ein Schnittstellen-Integrator für PKI", sagt Uwe Bendisch vom Competence Center PKI der Fraunhofer-Gesellschaft. Das Fraunhofer-Institut präsentiert die Fraunhofer-PKI, die den C2M einsetzt, vom 13. bis zum 15. Oktober auf der IT-SA-Messe in Nürnberg (Halle 6/Stand 547).

Entstanden ist der Card- und Certificate Manager im Rahmen der Einführung der PKI innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft. "Die Fraunhofer-Gesellschaft ist groß und die Institute haben zum Teil sehr unterschiedliche und teilweise äußerst hohe Anforderungen an Adaptierbarkeit, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit", erklärt PKI-Projektleiterin Claudia Hirsch.

"Nachdem wir trotz intensiver Marktrecherche kein passendes Tool gefunden haben, haben wir selbst eine Lösung programmiert, die wir jetzt auch in der Fraunhofer-Gesellschaft einsetzen." C2M bildet nicht nur die Schnittstelle zwischen PKI und bestehender IT, mit ihm können Unternehmen auch die organisatorischen Prozesse beim Betrieb einer PKI revisionssicher abbilden. Hierzu zählt etwa die Rollenvergabe für dezentrale Registrierungsstellen an Unternehmensstandorten und weitere dezentrale Aufgaben (PIN-Reset, Sperrung etc.), sowie die Verwaltung von Tokens über deren gesamten Lebenszyklus.

Das C2M-Konzept eignet sich für alle Unternehmen, die eine PKI betreiben oder einführen wollen und komplexe oder heterogene Umgebungen besitzen. Fraunhofer SIT passt die Lösung an die diversen Backend-Systeme und PKI-Produkte an und ermöglicht so eine einheitliche und benutzerfreundliche Handhabung von Datensammeldiensten, Berechtigungsverwaltung und Kartenmanagement. Darüber hinaus unterstützt das Institut seine Partner aber auch bei allen Aspekten der Planung, Implementierung und des reibungslosen Betriebs von PKI-Systemen. "Im Rahmen der Einführung der Fraunhofer-PKI haben wir viele Alltags-Probleme wie den Zugriff auf verschlüsselte Daten im Rahmen von Vertretungsregelungen lösen müssen. Von diesem Wissensvorsprung profitieren jetzt unsere Kunden", sagt Hirsch.

Oliver Küch | idw
Weitere Informationen:
http://www.sit.fraunhofer.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht »Lernlabor Cybersicherheit« startet in Weiden i. d. Oberpfalz
12.01.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

nachricht Klick-Tagebuch: App-Projekt der HdM erlaubt neuen Ansatz in Entwicklungsforschung
11.01.2017 | Hochschule der Medien Stuttgart

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie