Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochleistungsrechnen: Freiberger Wissenschaftler zum Extreme Scaling Day am Supercomputer JUQUEEN

20.02.2015

Hochauflösende Computersimulationen in der Fluid- und Strukturmechanik erfordern hochoptimierte Simulationscodes, um die aktuellen Supercomputer effizient zu nutzen. An der TU Bergakademie Freiberg werden hochparallele Simulationsodes für solche Supercomputer entwickelt. 

Den Wissenschaftlern der Professur für Numerische Thermofluiddynamik sowie der Professur für Hochleistungsrechnen in der Kontinuumsmechanikfür ist es Anfang des Jahres gelungen, alle 458.752 verfügbaren Prozessorkerne des Supercomputers JUQUEEN gleichzeitig effizient zu nutzen.


Simulation der feinskaligen Mischung von Luft und Brennstoff (Ergebnis einer Simulation am Superrechner JUQUEEN)

TU Bergakademie Freiberg

Während im Alltag eingesetzte PC meist über zwei oder vier Prozessorkerne ausweisen und Cluster an Universitäten und in Firmen meist einige Tausende Prozessorkerne haben, verfügt der schnellste Supercomputer in der EU mit dem Namen JUQUEEN am Forschungszentrum Jülich über fast eine halbe Millionen (458.752) Prozessorkerne, um hochparalle Rechnungen ausführen zu können. JUQUEEN ist derzeit der schnellste Supercomputer in Europa und liegt weltweit auf Platz acht.

In Freiberg werden hochparallele Simulationsodes für solche Supercomputer an der Professur für Numerische Thermofluiddynamik (Prof. Hasse) und der Professur für Hochleistungsrechnen in der Kontinuumsmechanik (Prof. Rheinbach) entwickelt.

Anfang 2015 wurden sechs Gruppen von Wissenschaftlern in Deutschland vom Forschungszentrum Jülich eingeladen, den JUQUEEN-Supercomputer für einen Tag exklusiv zu nutzen. Die TU Freiberg war durch die Professuren Thermofluiddynamik und Hochleistungsrechnen (HPC = high performance computing) in der Kontinuumsmechanik mit gleich zwei Gruppen vertreten.

Den Wissenschaftlern beider Freiberger Professuren ist es an diesem Tag gelungen, alle 458.752 verfügbaren Prozessorkerne des Supercomputers gleichzeitig effizient zu nutzen. Mit diesem Ergebnis können sich die Wissenschaftler für den High-Q Club des Forschungszentrums Jülich qualifizieren.

„Dies ist ein hervorragendes Ergebnis und unterstreicht die Erfolge in der Profilierung im Bereich Hochleistungsrechnen sowie ganz grundsätzlich in der Freiberger Strategie der Mathematisierung der Ingenieurwissenschaften“, betonen übereinstimmend Prof. Rheinbach und Prof. Hasse. In der interdisziplinären Simulationswissenschaft, die mittlerweile ein fester Bestandteil der Entwicklung von verfahrenstechnischen Prozessen oder Werkstoffen ist, arbeiten Mathematik, Informatik und Ingenieurwissenschaften eng zusammen.

Weitere Informationen:

http://tu-freiberg.de/presse/supercomputer-juqueen-zum-extreme-scaling-day-am-fo... - Website der TU Freiberg, auf der die Meldung veröffentlicht ist mit Kontaktangaben der beteiligten Wissenschaftler
http://www.fz-juelich.de/ias/jsc/EN/Expertise/High-Q-Club/_node.html - Website des High-Q Club am Forschungszentrum Jülich

Madlen Domaschke | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Drohnen sehen auch im Dunkeln
20.09.2017 | Universität Zürich

nachricht Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix
18.09.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik