Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Googles Browser bekommt Erweiterungen

02.12.2008
Designdokument für Open-Source-Projekt veröffentlicht

Für Chromium, das Open-Source-Projekt hinter dem Google-Browser Chrome, ist ein Designdokument für Browser-Erweiterungen veröffentlicht worden. Damit werden die Pläne für ein wichtiges Feature konkreter, das Chrome bis zur endgültigen Veröffentlichung bekommen sollte.

"Wir starten Produkte immer mit einer Beta-Phase, um sie anhand von Nutzerfeedback weiterentwickeln zu können", meint Google-Sprecher Stefan Keuchel im Gespräch mit pressetext. Er bestätigt, dass gerade die persönliche Anpassung durch Erweiterungen nach dem Vorbild des großen Open-Source-Konkurrenten Firefox zu den meistgeforderten Features für Chrome zählt.

Erweiterungen versprechen Flexibilität für Browser. "Ich halte Extensions für sehr wichtig, denn man kann unmöglich alle denkbaren Funktionen in einen Browser integrieren, ohne ihn unnötig aufzublähen", meint Stefan Ries, Geschäftsführer beim Softwareunternehmen SRWare http://www.srware.net , gegenüber pressetext. Google konkretisiert nun seine Pläne, die Anpassung nach Firefox-Vorbild zu ermöglichen. Die Erweiterungen sollen unter anderem "Nutzer, die von anderen Browsern kommen und an bestimmte Erweiterungen gewöhnt sind, ohne die sie nicht leben können", zufrieden stellen. Explizit als Anwendungsszenario genannt werden unter anderem Werbeblocker. Obwohl Google unter anderem von Werbung lebt, ist das kaum verwunderlich - der Werbeblocker "Adblock Plus" zählt zu den meistgenutzten Erweiterungen für Firefox https://addons.mozilla.org/de . Sich einer vergleichbaren Erweiterung zu verschließen, würde von der Nutzer-Community wohl nicht goutiert.

Ebenfalls erwähnt werden Erweiterungen zum Schutz der Privatsphäre. Dabei hatte Chrome selbst nach dem Beta-Start herbe Datenschutz-Kritik geerntet und Google seine Nutzerbestimmungen für Chrome bald abgeändert (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080904019). SRWare hat rund drei Wochen nach dem Chrome-Start mit "Iron" sogar einen Chromium-Ableger veröffentlicht, der laut Ries "alle Funktionen entfernt, die Datenschutz-technisch bedenklich sein könnten." Google allerdings sieht sich zu Unrecht kritisiert. "Chrome sammelt nicht mehr Daten als andere Browser", sagt Keuchel. Jedenfalls bleibt abzuwarten, ob sich Entwickler an Erweiterungen versuchen werden, die ihrer Ansicht nach bedenkliche Funktionen von Chrome deaktivieren. Ob es von SRWare auch eine Art Iron-Erweiterung geben wird, werde sich zeigen, "wenn das Extension-System fertig ist und klar wird, wie weit man mit einer Erweiterung in den Browser eingreifen kann", so Ries zu pressetext.

Bei verschiedenen Produkten, darunter Googles Webmail-Dienst, stößt das Unternehmen immer wieder auf Kritik an "indefiniten" Beta-Phasen. Dieses Schicksal soll dem Browser erspart bleiben, wohl auch, da man sich hier an Veröffentlichungszyklen beim Mitbewerb orientieren muss. "Es liegt uns sehr am Herzen, Chrome relativ schnell aus dem Beta-Stadium zu bekommen", betont jedenfalls Keuchel gegenüber pressetext. Eine finale Version sei 2009 sehr wahrscheinlich und könnte eventuell relativ früh im Jahresverlauf erscheinen, so der Google-Sprecher.

Thomas Pichler | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://chromium.org
http://www.google.com/chrome

Weitere Berichte zu: Browser Chrome Designdokument Feature Firefox Google Open-Source-Projekt SRWare Werbeblocker

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Brain-Computer-Interface: Wenn der Computer uns intuitiv versteht
18.01.2017 | Technische Universität Berlin

nachricht »Lernlabor Cybersicherheit« startet in Weiden i. d. Oberpfalz
12.01.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise