Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer ISST gründet Spin-off "Smart Living" für technikgestützte Services in Mietwohnungen

18.02.2009
Von der Forschung in die Praxis: Ab sofort vertreibt das Spin-off "Smart Living GmbH & Co.KG" den am Fraunhofer ISST entwickelten "Smart Living Manager (SLiM)". Der SLiM ermöglicht Wohnungsunternehmen, ihren Mieterinnen und Mietern Informationen und Dienstleistungen aus deren nächster Umgebung über ein spezielles Portal anzubieten.

Das Portal können die Mieter über ihren eigenen Fernseher und die eigene Fernbedienung nutzen. Technische Barrieren, die gerade Älteren die Nutzung IT-gestützter Lösungen erschweren, gehören der Vergangenheit an.

Erste Wohnungsunternehmen haben den Reiz der Lösung zur Mieterbindung bereits erkannt und warten schon auf die Auslieferung ihrer "SLiMs".

Rund fünf Jahre Forschung hat das Fraunhofer ISST in die Entwicklung des Smart Living Managers investiert. Aufbauend auf dem Projekt SmarterWohnenNRW in Hattingen hat das Forschungsinstitut in Projekten mit weiteren Wohnungsunternehmen den Smart Living Manager bis zur Produktreife getrieben.

Heute ermöglicht der SLiM einen kinderleichten Zugang zu Diensten und Informationen aus der Umgebung über den eigenen Fernseher und die eigene Fernbedienung. Er ist auch in Altbeständen problemlos nachzurüsten. Die Informationsangebote des SLiMs beziehen sich immer auf die nächste Umgebung des Mieters. Sie stellen damit eine Art "Scharnier zum Quartier" dar.

Beispiele: das lokale Veranstaltungsprogramm, neues aus den Vereinen vor Ort, Notrufnummern, Müllkalender, Fahrpläne des ÖPNV etc. Auch die Dienstleister, die ihre Angebote über den SLiM vertreiben können (beispielsweise Pizzataxi, Frisör oder Blumenstrauß-Lieferung), kommen aus der Nachbarschaft des Mieters. Darüber hinaus bietet der SLiM auch Kommunikationsfunktionen, über die sich die Mieter untereinander austauschen können.

Die Smart Living GmbH hat Anfang 2009 in Dortmund ihr Geschäft mit den ersten Kunden aufgenommen. Geschäftsführer des jungen Unternehmens ist Dr. Armin Hartmann, der das Fraunhofer ISST als Experte aus der Wohnungswirtschaft bereits seit Beginn der Arbeiten am SLiM begleitet und unterstützt.

"Mit ihm haben wir einen der kompetentesten Kenner zukunftsfähiger Wohnlösungen in Deutschland für unser neues Spin-off gewinnen können", so Dr. Wolfgang Deiters, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer ISST.

Zur Person: Geschäftsführer Dr. Ing. Armin Hartmann MRICS

Nach seinem Bauingenieurstudium startete Armin Hartmann 1997 seine berufliche Laufbahn in der Projektentwicklung bei der HWG eG in Hattingen. Als Projektleiter war er unter anderem für die Modernisierung von knapp 900 Bestandswohnungen verantwortlich.

Parallel hierzu absolvierte Hartmann die FWI (Führungsakademie der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft) und ist seitdem dort auch als Dozent tätig. Er promovierte berufsbegleitend am Geographischen Institut der Ruhr Universität Bochum zum Thema "Potentiale der Stadtentwicklung - Aktivierung von Altstandorten für den Wohnungsbau".

2004 übernahm er die Leitung des Forschungs- und Entwicklungsprojektes "SmarterWohnenNRW". Nach seiner Anerkennung zum Chartered Surveyor (MRICS) gründete er das Unternehmen "Hartmann Real Estate", über das er heute als Berater u.a. für das Bundesministerium für Bildung und Forschung tätig ist. Mit der Smart Living GmbH & Co.KG startet er nun in die Vermarktung einer konkreten Produkts für die "Zukunft des Servive-Wohnens".

Kontakt:

Smart Living GmbH & Co.KG
Emil-Figge-Straße 91, 44227 Dortmund
Tel: 0231-97677-540, E-Mail: info@smartliving-gmbh.de
Internet: www.smartliving-gmbh.de
Das Fraunhofer ISST
Das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST - mit Standorten in Berlin und Dortmund - wurde 1992 gegründet und hat Forschungsschwerpunkte im Continuous Software Engineering und der Informationslogistik.

Das Ziel ist es, in den sechs Geschäftsbereichen eHealthcare, Ambient Assisted Living, eGovernment, Enterprise Architectures, Embedded Systems Engineering sowie Situation- und Location-based Services zum einen die Langlebigkeit und Flexibilität komplexer Systeme sicherzustellen und zum anderen bedarfsgerechte Informationsangebote für Systembenutzer zu entwickeln.

Im Sinne angewandter Forschung sieht sich das Fraunhofer ISST dabei als Mittler zwischen Wissenschaft und Praxis: Ergebnisse aus der Grundlagenforschung werden unmittelbar in industriellen Projekten umgesetzt, gleichzeitig fließen die am Institut gewonnenen Erfahrungen in die Lehre und Forschung ein. Unter der Leitung von Prof. Dr. Jakob Rehof beschäftigt das Fraunhofer ISST insgesamt rund 100 feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zusätzliche studentische Hilfskräfte, Auszubildende und Praktikanten.

Das Fraunhofer ISST ist Mitglied des Fraunhofer-Verbundes Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) sowie des Fraunhofer-Allianz Ambient Assisted Living und des Fraunhofer eGovernment Zentrums. Außerdem bestehen Kooperationen mit der Universität Jonköping in Schweden und dem ICT an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Beijing.

Britta Schmitz | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.isst.fraunhofer.de
http://www.smartliving-gmbh.de
http://www.isst.fraunhofer.de/geschaeftsfelder/aal/index.jsp

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Cybersicherheit für die Bahn von morgen
24.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise