Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsprojekt: CollabCloud - Grenzenlos Wissen gemeinsam nutzen und vermehren

01.12.2009
Osthus, IT-Spezialist für Prozesse in Forschung und Entwicklung, hat als Konsortialführer gemeinsam mit Partnern und Universitäten das Forschungsprojekt CollabCloud gestartet. Das Vorhaben wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Projektträger ist das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt e.V. (DLR).

Ziel von CollabCloud ist es, bestehende technische Restriktionen bei der Suche nach Daten zu überwinden, dynamisches Wachstum von Wissen aus Daten zu automatisieren und dies komfortabel mit anderen zu teilen – über alle Systemgrenzen hinweg.

CollabCloud, das gemeinsame Forschungsprojekt der Partner Osthus GmbH, ontoprise GmbH und fluid Operations GmbH sowie des Instituts für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Institut für Web Science & Technologies der Universität Koblenz-Landau, stellt sich einem der aktuellen Kernprobleme: „Zu oft geraten Unternehmensprozesse ins Stocken, weil bestehendes Wissen nicht verfügbar beziehungsweise nicht auffindbar ist oder als solches nicht identifiziert werden kann“, erklärt Dr. Torsten Osthus, Geschäftsführer der Osthus GmbH. „Mit CollabCloud gehen wir neue Wege bei der Frage, wie vorhandene Informationen unabhängig von der Quelle besser nutzbar werden: Welche Fakten sind insgesamt bekannt, wie stehen sie in Beziehung, welche Rückschlüsse lassen sich ziehen und wie kann daraus dynamisch neues Wissen entstehen. Technologisch stehen dem zunächst die Systemgrenzen entgegen. Suchen müssen sich künftig darüber hinweg setzen können – ob das nun öffentlich zugängliche Fachdatenbanken betrifft oder interne Wissenssysteme, einzelne Dokumente oder Daten aus Datenbanksystemen.“

Darüber hinaus bedarf es leistungsfähiger Ontologien. Über deren Regeln und Begriffswelten lassen sich themenspezifisch Daten unterschiedlichster Natur strukturieren, Beziehungen und Widersprüche erkennen, fehlendes Wissen aus Vorhandenem ergänzen und über Inferenzen Wissen automatisch generieren. Technologien wie semantisches Web sorgen ihrerseits dafür, dass Informationen im Internet auf eine maschinell verarbeitbare Weise interpretiert und anhand ihrer Bedeutung verknüpft werden.

Wesentlich für die Nutzung dieser neuen Art der Suche ist zudem die Systeminfrastruktur. „Dazu entwickeln wir mit den Partnern zum einen eine innovative Cloud Computing Lösung, um die für CollabCloud erforderliche Rechnerleistung auf verteilte Systeme auszulagern und so die künftigen Anwendungen performant zur Verfügung stellen zu können“, sagt Torsten Osthus. „Zum anderen erarbeiten wir Applikationen, die neue Möglichkeiten der Zusammen-arbeit bei der Suche und Nutzung von Wissen schaffen.“

Eine Lösung wie CollabCloud beschleunigt insbesondere die Forschung und Entwicklung, indem sie jegliche Art von Daten – etwa chemische Strukturformeln, physikalische Werte, Text oder grafische Darstellungen – über eine einzige Suche erfasst und in Kontext setzt. „Unser Ziel geht aber weiter: Wird das aus den Suchen und Beziehungsmustern neu entstandene Wissen wieder in den Datenpool zurückgeführt, kann das verfügbare Wissen dynamisch und automatisiert wachsen“, führt Torsten Osthus abschließend aus.

Das vom BMBF geförderte Forschungsprojekt CollabCloud ist im Oktober 2009 gestartet und hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

Kontakt für weiterführende Presseanfragen:
Osthus GmbH
Dr. Alfred Oswald
Wilhelmstr. 79
52070 Aachen
Tel.: +49 241 94314 11
Email: Alfred.Oswald@osthus.de
Über Osthus:
Mit dem Schwerpunkt Life Sciences konzentriert sich die Osthus GmbH als herstellerunabhängiger Spezialist auf die übergreifende Optimierung von Research- & Development-Prozessen (R&D). Die interdisziplinären Teams unterstützen die Fokussierung der Innovationskraft unter Berücksichtigung übergeordneter R&D-Strategie bzw. Unternehmensziele. Das Consulting und die spezifische IT-Systementwicklung von Osthus identifizieren Synergiepotenziale, schaffen freie Kapazitäten und erhöhen dadurch die Effektivität und Geschwindigkeit von R&D. Mit seinem umfassenden Produkt- und Partnerportfolio gewährleistet Osthus Best Practise und schafft für komplexe Herausforderungen Lösungen auf Basis standardisierter Systeme und Anwendungen, die sich durch Investitionssicherheit und schnellen ROI auszeichnen.

Gisela Knabl | Gisela Knabl PR Consulting
Weitere Informationen:
http://www.osthus.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Drohnen sehen auch im Dunkeln
20.09.2017 | Universität Zürich

nachricht Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix
18.09.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik