Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forscher untersuchen Benutzerfreundlichkeit von mobilen Geräten

30.11.2012
Informationswissenschaftler der Universität Hildesheim untersuchen die Benutzerfreundlichkeit von mobilen Geräten. Seit 2009 können im „Usability Labor" Bildschirm-, Benutzer-, Eye-Tracking- und Stressfaktorenaufzeichnungen durchgeführt werden.

Hier haben die Wissenschaftler herausgefunden, dass es bei Systemen der Social Media, wie Facebook, gravierende Probleme bei den Einstellungen zur Privatsphäre gibt. Derzeit bauen die Forscher ein „mobiles Usability Labor" auf, um Benutzeraktionen „im Feld“ aufzuzeichnen.

Noch bis Freitag tagt in Hildesheim die „Konferenz der informations- und bibliothekswissenschaftlichen Ausbildungs- und Studiengänge" (KIBA).

„Es gibt immer Abstimmungsbedarf", beginnt Dr. Ralph Koelle, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie der Universität Hildesheim. In den vergangenen Jahren standen vor allem Fragen der Akkreditierung, der Einführung und Überarbeitung von Bachelor- und Master-Studiengängen im Vordergrund. Ein aktuelles Thema sei derzeit, wie Studierende zwischen Studienorten wechseln können, sagt Koelle. „Wir wollen, dass unsere Studierenden mobil sind, flexibel in der Wahl des Studienortes. Je mehr wir reglementieren, desto schwieriger wird die Gestaltung der Übergänge von einem Ausbildungsort zum anderen", sagt Koelle. Daher berichten die einzelnen Standorte in Kurzporträts – darunter auch jene mit informationswissenschaftlichen Studiengängen wie z.B. die Hochschulen in Chur, Köln, Darmstadt, Genf, Berlin, Hannover und Hildesheim – über die Studiengänge und -inhalte, Institutsstrukturen und Personalien, informieren über Forschungsfelder und neue Kooperationen. Die Inhalte der Studiengänge sind breit gefächert.
Die Bilanz in Hildesheim? Der Bachelor-Studiengang „Internationales Informationsmanagement" (IIM) läuft seit acht Semestern im Regelbetrieb, die ersten 40 Absolventen haben ihr Zeugnis erhalten. Im Wintersemester 2011/12 kamen zwei Masterstudiengänge mit den Schwerpunkten „Informationswissenschaft" sowie „Sprachwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation" hinzu. Außerdem studieren derzeit die ersten Hildesheimer in Südkorea sowie die ersten Koreaner in Hildesheim, im Double Degree Studiengang „International Information Engineering" in Kooperation mit der Paichai University in Daejeon, Südkorea. Hier spielen informationswissenschaftliche und informationstechnische Inhalte eine zentrale Rolle, ergänzt um Aspekte koreanischer Kultur und asiatischer IT-Märkte.

Am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie forschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler derzeit vor allem in den Bereichen Information Retrieval, E-Learning, Informationsmanagement und Social Web. Im Bereich Mensch-Maschine-Interaktion untersuchen die Forscher unter anderem die Benutzerfreundlichkeit von mobilen Geräten. Seit 2009 können im „Usability Labor" Bildschirm-, Benutzer-, Eye-Tracking- und Stressfaktorenaufzeichnungen durchgeführt werden. Hier haben die Wissenschaftler herausgefunden, dass es bei Systemen der Social Media wie Facebook gravierende Probleme bei den Einstellungen zur Privatsphäre gibt.

Derzeit bauen die Hildesheimer Forscher ein „mobiles Usability Labor" auf, um Benutzeraktionen „im Feld“ aufzuzeichnen. So können zum Beispiel Apps, die GPS zur Bestimmung des aktuellen Standorts eines Benutzers verwenden (Local based Services), außerhalb des stationären Labors evaluiert werden.

Und Studierende des Studiengangs Internationales Informationsmanagement sind vermehrt auf dem Gebiet mobiler Informationen unterwegs. So haben sie zum Beispiel eine Android-App entworfen, mit der der Mensaplan, Eilmeldungen, FAQs und Videos abgerufen werden können.

2011 ist das Projekt MUP (Mobile Usability Portal) gestartet. Das bis 2013 EFRE-geförderte Projekt zielt auf den Transfer von Wissen zur Entwicklung, Evaluierung und Optimierung von mobilen Informationssystemen für kleine und mittelständische Unternehmen ab.

Neben der Zusammenarbeit auf nationaler Ebene – unter anderem mit dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), der Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen (GESIS), dem Fachinformationszentrum Karlsruhe (FIZ) und dem Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI) – werden internationale Kooperationen u.a. mit der Paichai Universität Daejeon gestärkt.

ZUR KIBA:
Die Kiba ist die „Konferenz der informations- und bibliothekswissenschaftlichen Ausbildungs- und Studiengänge". Beim diesjährigen „Fakultätentag“ der Informationswissenschaft am 29. und 30. November 2012 kommen Vertreter aus Fachhochschulen und Universitäten am Bühler-Campus der Uni Hildesheim zusammen. Die KIBA ist auch eine Sektion des Deutschen Bibliotheksverbandes.

Isa Lange | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hildesheim.de/index.php?id=iwist
http://www.uni-hildesheim.de/index.php?id=3351

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Störungsfreie Kommunikation für die Fabriken von morgen
22.03.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen