Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Enormes Einsparpotential: Eine neue App zählt und misst Holz für den Verkauf

15.07.2013
HAWK-Gründerteam FOVEA hat Interessenten aus der ganzen Welt

Eine Idee, die Zeit, Maschinen und damit Geld spart, ist überall willkommen. In der Holzbranche weckt gerade die Neuentwicklung eines HAWK-Gründerteams internationales Interesse: die App, die per Smartphone in kürzester Zeit den Wert von Holzpoltern ermitteln kann. FOVEA heißt das Jungunternehmen, das von der HAWK-Gründerinitiative begleitet und mit einem Exist-Gründerstipendium des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert wird.

Wer bisher den Preis eines Holzpolters wissen wollte, musste in der Regel die Stämme einzeln zählen, Volumen messen und rechnen. Und das kostet Zeit – mindestens zwanzig Minuten. Die App braucht für die Zahl der Stämme, die Raummeter und Festmeter eines durchschnittlichen Polters etwa zwei Minuten.

Das Holz wird in mehreren Schritten fotooptisch vermessen, auf dem Display erscheint ein Panoramafoto und schließlich erscheinen die Zahl der Stämme nach Stärkeklassen aufgeschlüsselt sowie die Daten für Fest- und Raummeter, aus denen dann der Preis errechnet werden kann. Neben dem Vorteil der Zeitersparnis kann die App auch – flächendeckend eingesetzt – zu einer Vereinfachung und Vereinheitlichung der Holzlogistik dienen. Abgerechnet wird die App nach vermessenem Volumen oder gezählten Stämmen und somit pro Festmeter oder Stück.

Das Einsparpotential für die Holwirtschaft ist enorm – und zwar weltweit, bestätigt Prof. Dr.-Ing. Bernd Stock von der HAWK-Fakultät Naturwissenschaften und Technik: „Die App ist technologisch eine echte Innovation, die Elemente aus der digitalen Bildverarbeitung nutzt und auf einem Smartphone berechnen kann.“ Stock betreut die entsprechende Doktorarbeit von Christopher Herbon, der den besonderen mathematischen Algorithmus entwickelt hat, der im Hintergrund der App läuft. Herbon ist der Softwareentwickler von FOVEA.

Die Idee für die App und die Firmengründung hatte Manfred Ide. Ide ist Fachinformatiker und Förster. Er stammt selbst aus einem landwirtschaftlich-forstlichen Betrieb im südlichen Niedersachsen und kennt das Thema aus eigener Erfahrung. Seine Mitstreiter für das Unternehmen hat er mit Unterstützung der HAWK-Gründerinitiative an den entsprechenden Fakultäten der Hochschule ausfindig gemacht. Während Ide selbst an der Göttinger Fakultät Ressourcenmanagement Forstwirtschaft studiert hat, wurde ihm Herbon an der Fakultät Naturwissenschaften und Technik von Prof. Stock empfohlen.

Für Design, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit machte Ide als dritte im Bunde Nadine Weiberg an der Hildesheimer Fakultät Gestaltung ausfindig. Sie passte perfekt ins Team: Im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit hat Weiberg bei Prof. Stefan Wölwer die App „Käferkunde“ entwickelt, mit der Förster und Schulkinder per Smartphone Käfer lernen und bestimmen können. Die Arbeit ist gerade mit dem international renommierten Design-Preis, dem reddot award ausgezeichnet worden.

FOVEA arbeitet unterdessen auch mit wissenschaftlichen Hilfskräften an der Markteinführung der Holz-App, denn betreut werden muss derzeit der Testbetrieb in Landes -, Kommunal- sowie Privatforstverwaltungen in Deutschland. Manfred Ide hat das Projekt schon auf nationalen und internationalen Holz-Messen vorgestellt und ist auf größtes Interesse aus Süd-Afrika, Brasilien, Spanien oder Russland gestoßen.

Die App ist von Oktober 2013 an für Kunden ab 30.000 Festmeter (FM) erhältlich. Anfang 2014 wird die App auch für Kleinstkunden zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen:

http://www.hawk-hhg.de
http://www.fovea.eu
http://www.kaeferkunde.de

Sabine zu Klampen | idw
Weitere Informationen:
http://www.hawk-hhg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie