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Dritter Sage Investitions-Atlas analysiert ITK-Ausgabeverhalten deutscher Mittelständler

03.02.2011
München und Frankfurt behaupten Platz eins und zwei bei den ITK-Investitionen, Berlin verdrängt Stuttgart vom Treppchen. Städte wie Cottbus oder Leipzig holen deutlich auf

Mittelstand hebt die ITK-Budgets in 2010 um gut 2 Prozent an

Das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2010 um rund 3,6 Prozent schlägt sich auch auf die Investitionen mittelständischer Unternehmen in Informations- und Kommunikationstechnologien (ITK) nieder. Im vergangenen Jahr stieg das Volumen um gut 2 Prozent, nachdem es im Jahr zuvor um rund 2,5 Prozent gefallen war. Der bundesweite Durchschnitt an jährlichen Ausgaben in ITK stieg damit 2010 auf 1.900 Euro pro Arbeitsplatz, hat jedoch den Wert von vor 2009 (2008: 1.910 Euro) noch knapp verfehlt. Zu diesem Ergebnis kommt der dritte Investitions-Atlas der Sage Software GmbH (www.sage.de/studien), der durch Befragung von rund 2.500 mittelständischen Unternehmen durch das Marktforschungsunternehmen techconsult erstellt wurde. Damit hat der deutsche Mittelstand fast wieder das Niveau vor der Wirtschaftskrise erreicht und diese vergleichsweise gut überstanden. Im Dreijahresvergleich ergibt sich jedoch nach wie vor eine Stagnation bei den ITK-Ausgaben. Dies spiegeln auch die Zahlen im BITKOM-Index 2010 wider, der jährlich für alle bundesdeutschen ITK-Unternehmen ermittelt wird (BITKOM Jahrespressekonferenz 2010).

Die deutsche Investitionslandkarte zeigt bei den ITK-Ausgaben in Bundesländern und Städten im Gegensatz zu den Vorjahren ein gemischtes Bild: Zwar gibt es auf den Spitzenplätzen eins und zwei keine Veränderungen – die Region München liegt mit 2.558 Euro pro Arbeitsplatz, trotz eines Rückgangs bei den Ausgaben um einen Prozentpunkt, nach wie vor auf Platz eins, gefolgt von Frankfurt (2.367 Euro) mit einer Steigerung von 4,1 Prozentpunkten. Dahinter kommt jedoch Bewegung in die Regionenrangliste. Berlin (2.334 Euro) hat Stuttgart (2.239 Euro) nun überraschend hinter sich gelassen und beansprucht allein den dritten Platz. Dahinter folgt Mannheim (2.224 Euro), das sich um drei Plätze verbessern konnte. Die Top-Regionen liegen damit weit über den jährlichen deutschen Durchschnittsausgaben von 1.900 Euro pro Arbeitsplatz in Hardware, Software, Services und Kommunikations-Equipment.

Einige Regionen konnten in der Rangliste große Sprünge nach vorne machen. Der Spitzenaufsteiger 2010 ist die Region Passau, die sich um 22 Ränge auf Platz 54 verbesserte (2009: Platz 76). Zu den Aufsteigern zählen zudem die Region Cottbus, die sich von Platz 57 auf 36 hoch arbeitete, sowie Leipzig mit einer Verbesserung von 20 Plätzen auf den 61. Rang. Am Schluss des Rankings steht die Region Göttingen, die mit 1.703 Euro auf den 87. und somit letzten Platz landet (2009: Platz 85).

Das sind die zentralen Ergebnisse des aktuellen Investitions-Atlas der Sage Software GmbH (www.sage.de/studien), der nun zum dritten Mal in Folge das Ausgabeverhalten mittelständischer Unternehmen in 87 Regionen Deutschlands analysiert. Er gibt einen repräsentativen Überblick über die Investitionen, die deutsche Mittelständler in Hardware, Software, Services und Kommunikations-Equipment tätigen. Befragt wurden rund 2.500 Unternehmen mit unter 500 Mitarbeitern.

Bundesländer im Vergleich: Hessen behauptet Rang 1, Sachsen bleibt Schlusslicht
Im Vergleich der Bundesländer konnte Hessen den bundesweiten Spitzenplatz nach 2008 und 2009 auch im Jahr 2010 behaupten, mit einem durchschnittlichen Investitionsvolumen von 2.008 Euro. Großer Aufsteiger 2010 war Baden-Württemberg, das mit einer durchschnittlichen Investition von 1.956 Euro vom fünften auf den dritten Rang kletterte und damit Bayern (1.951 Euro) verdrängte. Der beste Aufsteiger des Vorjahres Hamburg/Schleswig-Holstein konnte seinen zweiten Platz mit 1.966 Euro behaupten. Dabei profitiert Schleswig-Holstein aufgrund der räumlichen Zuordnung zu Hamburg sehr stark von den überdurchschnittlich hohen Investitionen in der Hansestadt. Am Schluss der Bundesländer-Rangliste ist es Sachsen nicht gelungen, den letzten Rang zu verlassen, obwohl vier der fünf Regionen sich gegenüber 2009 verbessern konnten – am deutlichsten Leipzig mit 20 Plätzen. Mit einer durchschnittlichen Investitionssumme von lediglich 1.794 Euro pro Arbeitsplatz bleibt der Freistaat Schlusslicht im Ranking. Mittelständische Unternehmen in Hessen geben somit rund 214 Euro mehr für ihre IT- und Telekommunikationsinfrastruktur pro Arbeitsplatz aus als jene in Sachsen.
Ausgaben im Vergleich: Größter Posten bleibt Services
Bei der Verteilung der Ausgaben gibt es keine großen Überraschungen bei den Unternehmen unter 500 Mitarbeitern. Im Jahr 2010 gaben sie 36,6 Prozent des ITK-Budgets für Services, d.h. Dienstleistungen wie Beratung und Training aus. 2009 waren es 36,7 Prozent. 29,7 Prozent aller Ausgaben entfielen auf Software (2009: 29,1 Prozent), 21,8 Prozent auf Hardware (2009: 22,0 Prozent). Der kleinste Anteil aller Ausgaben wurde in Kommunikations-Equipment investiert, nämlich 11,9 Prozent, gegenüber 12,1 Prozent im Jahr 2009.
„Mittelstand rüstet sich für den Aufschwung“
„Nach Jahren der Zurückhaltung ziehen die Investitionen wieder an. Eine gute und moderne IT-Ausstattung in mittelständischen Unternehmen gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum und Teilhabe am Aufschwung“, erklärt Peter Dewald, Geschäftsführer der Sage Software GmbH, die mit 250.000 Kunden einer der führenden Anbieter betriebswirtschaftlicher Software im deutschen Mittelstand ist. „Der Sage Investitions-Atlas zeigt, welche Regionen sich gut erholt haben und sich für die kommenden Jahre vorn positionieren wollen. Wirtschaftlich erfolgreiche Regionen wie München oder Frankfurt können ihre Spitzenpositionen nur behaupten, wenn sie die Ausgaben in die technische Infrastruktur pro Arbeitsplatz besonders hoch halten.“

„Die Unsicherheit, die wir noch im zweiten Investitionsatlas bei den Zahlen für 2009 ablesen konnten, ist gewichen. Die Prognosen der BITKOM, dass die ITK-Investitionen bei bundesdeutschen Unternehmen im Jahr 2011 weiter steigen sollen, stimmen positiv, auch speziell für den Mittelstand“, so Peter Dewald weiter. „Im gleichen Maße wie der Mittelstand in der Krise mit Stabilität glänzte, hat er auch die Fähigkeit im Aufschwung den Schalter umzulegen. Gerade die von uns befragten Betriebe unter 500 Mitarbeitern sind flexibel und anpassungsfähig – und auch schneller bei Entscheidungen und in der Umsetzung von Veränderungsprozessen als große Unternehmen.“ Der Geschäftsführer von Sage Software hebt einen Aspekt der Ergebnisse des Investitionsplans besonders hervor: Viele der Regionen, die in der Rangliste nach unten gerutscht sind, hätten dies weniger einem Investitionsrückgang zu verdanken, sondern den relativ höheren Investitionen anderer Regionen, die sich im Ranking vorbei geschoben hätten.

Tabelle Städteranking (Auszug):

Rang 2010 (2009) Stadt (PLZ) Investitionssumme in Euro 2010 (2009)
1 (1) München (80) 2.558 (2.583)
2 (2) Frankfurt (60) 2.367 (2.274)
3 (4) Berlin (10) 2.334 (2.234)
4 (3) Stuttgart (70) 2.239 (2.234)
5 (8) Mannheim (68) 2.224 (2.125)
6 (9) Heidelberg (69) 2.197 (2.114)
7 (5) Düsseldorf (40) 2.195 (2.195)
8 (6) Hamburg (20) 2.163 (2.170)
9 (7) Essen (45) 2.154 (2.142)
10 (12) Nürnberg (90) 2.121 (2.075)
(…)
83 (64) Hof (95) 1.765 (1.784)
84 (87) Zwickau (08) 1.763 (1.721)
85 (72) Siegen (57) 1.760 (1.769)
86 (78) Fulda (36) 1.756 (1.759)
87 (85) Göttingen (37) 1.703 (1.734)
Tabelle Bundesländerranking:
Rang 2010 (2009)Bundesland Investitionssumme in Euro 2010 (2009)
1 (1) Hessen 2.008 (1.980)
2 (2) Schleswig-Holstein/Hamburg 1.966 (1.937)
3 (5) Baden-Württemberg 1.956 (1.921)
4 (3) Bayern 1.951 (1.923)
5 (6) Berlin/Brandenburg 1.949 (1.873)
6 (4) Nordrhein-Westfalen 1.926 (1.922)
7 (7) Niedersachen/Bremen 1.901 (1.860)
8 (8) Rheinland-Pfalz/Saarland 1.897 (1.858)
9 (9) Thüringen 1.828 (1.783)
10 (11) Mecklenburg-Vorpommern 1.815 (1.762)
11 (10) Sachsen-Anhalt 1.805 (1.769)
12 (12) Sachsen 1.794 (1.755)
Checkliste
Interessierte Mittelständler können unter www.sage.de/checkliste-it-invest einen umfassenden Gratis-Praxisleitfaden zum Thema „IT-Investitionsentscheidungen sicher treffen – Praxisratgeber für den Mittelstand“ kostenlos herunterladen. In dem Paper werden die wichtigsten IT-Investitions-Kriterien für Software, Hardware, Services und Telekommunikations-Equipment erläutert.
Über den Sage Investitions-Atlas ITK
Die Daten für den Sage Investitions-Atlas ITK wurden aus der Techconsult Regional-Grundgesamtheit (Quelle DeStatis: Statistik Regional) sowie aus dem eAnalyzer* von techconsult errechnet. Die repräsentative Stichprobengröße betrug rund 2.500 Unternehmen in der Größenklasse 1 bis 499 Mitarbeiter, die per Telefoninterview mit IT-Entscheidern wie Geschäftsführer, IT-Leiter, CIOs etc. ermittelt wurden. Der Analysezeitraum war das erste Halbjahr 2010. Die Werte wurden zusätzlich mit einem Regionalfaktor gewichtet, der die regionalen Differenzen des ITK-Ausgabeverhaltens widerspiegelt und sich aus den Dimensionen Wirtschaft, Bildung und Raumdichte zusammensetzt (Quelle: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung: INKAR). Berücksichtigt wurden Ausgaben aller Sektoren.

Unter ITK-Ausgaben werden alle Investitionen in Hardware, Software und Services sowie Kommunikations-Equipment zusammengefasst und pro Arbeitsplatz erfasst. Der deutsche Durchschnitt an ITK-Ausgaben pro Arbeitsplatz liegt bei 1.900 Euro; sämtliche Werte zwischen 1.820 und 1.970 Euro gelten in dieser Untersuchung als durchschnittlich.

Bei Fragen zur Methodik wenden Sie sich bitte an: techconsult, Frau Verena Bunk, Leiterin Marktforschung, Tel.: +49-(0)561-8109-141, verena.bunk@techconsult.de, www.techconsult.de/

* Der eAnalyzer (www.eanalyzer.biz) ist ein Web-gestütztes Werkzeug zum Abruf von Marktkennzahlen ("quantitativer Content") und Berichten/Studien ("qualitativer Content") aus den Datenbeständen von TechConsult.

Der Sage Investitions-Atlas sowie weitere Informationen finden sich unter www.sage.de/studien.

Download der Investitionslandkarten für das jeweilige Bundesland unter www.sage.de/studien.

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Über Sage Software
Die Sage Software GmbH ist ein Unternehmen der britischen Sage-Gruppe. Diese ist mit rund 13.400 Mitarbeitern und 6,3 Millionen Kunden weltweit der drittgrößte Anbieter von betriebswirtschaftlicher Software und Services. Die Sage-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2009/2010 einen Umsatz von rund 1,650 Milliarden Euro. Mit über 25 Jahren Erfahrung, 250.000 Kunden und mehr als 1.000 Fachhändlern ist Sage einer der Marktführer für betriebswirtschaftliche Software und Services im deutschen Mittelstand. Im Geschäftsjahr 2009/2010 erwirtschaftete Sage in Deutschland einen Umsatz von rund 91,6 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt hierzulande etwa 650 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter: www.sage.de oder Tel.: 069/ 50007 – 6006.
Pressekontakt:
Sage Software GmbH
Anne-Kathrin Draeger
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