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DIX für eine optimale Internet-Entwicklung

24.11.2010
Das Institut für Internet-Sicherheit „if(is)“ der Fachhochschule Gelsenkirchen startete gemeinsam mit Partnern das Forschungsprojekt „DIX“. Die Abkürzung DIX steht für Deutscher Internet-Index und soll helfen, den Internet-Datenverkehr in Deutschland zukünftig leistungsfähiger zu gestalten sowie die Bedrohungen zu minimieren. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) mit rund 570.000 Euro über drei Jahre gefördert.

Das Forschungsprojekt DIX (Deutscher Internet-Index) der Fachhochschule Gelsenkirchen will gemeinsam mit den Partnern DE-CIX (German Internet-Exchange: weltweit agierender Internet-Austauschpunkt) und dem Verband der deutschen Internetwirtschaft („eco“: europaweit der größte Verband der Internet-Industrie) das deutsche Internet-Netz genauer untersuchen.

Projektleiter Prof. Norbert Pohlmann, Direktor des Instituts für Internet-Sicherheit, will die Frage klären: „Was muss man in Zukunft gemeinsam tun, damit das deutsche Internet für die wachsenden technischen Herausforderungen gut gerüstet ist?“ Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für die deutsche Internet-Wirtschaft, die Politik und die Bürger zu erarbeiten.

Immer mehr Nutzer besitzen beispielsweise mobile Endgeräte mit Internetzugang und werden in Zukunft mit steigenden Qualitätsansprüchen zunehmend Web-TV und weitere neue Dienste mit hohen Datenvolumen nutzen. Wie reagiert die gewachsene Struktur des Internets auf die sich ändernden Anforderungen und das Kommunikationsverhalten der Nutzer?

Die DIX-Forscher wollen darauf Antworten finden und sammeln Kennzahlen des Internets, von denen sie sich die notwendigen Informationen zur Leistungssteigerung im Netz für eine bessere Verfügbarkeit und eine Einschätzung der Nutzung erhoffen. Außerdem sollen zusätzlich die Bedrohungen im deutschen Internet minimiert werden. „Durch das Projekt können wir das Internet besser kennen lernen und die Zusammenarbeit mit der Internet-Wirtschaft verbessern“, beschreibt Pohlmann die Zielsetzung. Dabei sind die Forscher auch auf die Zusammenarbeit mit Knotenpunkt-, Internet-Shop- und Suchmaschinen-Betreibern, Providern sowie weiteren Playern der Internet-Wirtschaft angewiesen: „Wir möchten, dass sich viele Interessenten bei uns melden, damit sie uns Möglichkeiten geben, viele Kennzahlen für DIX zu erhalten“, appelliert Pohlmann. „Dafür können wir im Gegenzug die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen anbieten. Einen globalen Blick auf das Internet kann man nur generieren, wenn viele mitmachen.“

Weltweit gibt es etwa 37.000 autonome Systeme, die zusammen als Verbundnetz das Internet darstellen. In Deutschland sind es etwa 500 offiziell gemeldete autonome Systeme. Als Partner unterstützen der DE-CIX und der Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) als Sponsoren das Forschungsprojekt mit je einer halben Mitarbeiterstelle. Gesammelt und untersucht werden dabei keine personengebundenen Daten, so Pohlmann. Ein Beirat aus Mitarbeitern des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), der Telekom, Vodafone und der Bundesnetzagentur begleitet das Projekt.

Das Projekt DIX wird mit rund 570.000 Euro vom BMWi gefördert. Dadurch entstanden bereits drei Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter und für studentische Hilfskräfte an der Fachhochschule Gelsenkirchen. Das Projekt läuft bis Ende Juli 2013.

Ihr Medienansprechpartner für weitere Informationen:
Prof. Dr. (TU NN) Norbert Pohlmann, Fachbereich Informatik der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (0209) 9596-515, Telefax (0209) 9596-427, E-Mail norbert.pohlmann@fh-gelsenkirchen.de
Weitere Informationen:
http://www.fh-gelsenkirchen.de
http://www.internet-sicherheit.de
http://www.bmwi.de
http://www.eco.de
http://www.de-cix.net

Dr. Barbara Laaser | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-gelsenkirchen.de/

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