Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Digitales Türschild mit Internetanschluss

16.11.2009
Jeder hat die selbstgebastelten Türschilder schon gesehen. Meist mit der Aufschrift "Bin gleich wieder da", "Bin im Urlaub", oder etwas ähnlichem.

Wissenschaftler der Fakultät für Informatik an der Universität der Bundeswehr München haben vor kurzem ein digitales Türschild entwickelt, das nicht nur mit seinem Display äußerlich ansprechender ist, sondern über eine Internetverbindung auch weltweit mit aktuellen Nachrichten versorgt werden kann. So kann der Inhaber des Schildes geographisch unabhängig schnell und unkompliziert Nachrichten auf seinem Türschild übermitteln.

"Die Idee ist aus der Frage entstanden, wie ein Türschild ansprechender werden kann als die üblichen gelben Zettel oder selbstgebastelten Drehscheiben aus Pappe an der Tür", erklärt Prof. Gabi Dreo Rodosek vom Institut für Technische Informatik an der Universität der Bundeswehr München. Die nötige Ausstattung sei ganz einfach. Als Hardware benötige der Nutzer lediglich einen Panel PC, ein TCP-IP basiertes Netz und einen Webserver, die Anwendung selbst ist in Java geschrieben. Und schon könne es los gehen. Wenn der Nutzer beispielsweise länger im Ausland bleibt oder krank wird, kann er diese Information schnell und unkompliziert über das Internet an sein Türschild übermitteln.

"Auch wenn sich Vorlesungsräume kurzfristig ändern, haben die Studierenden schnell die Chance, dies auf dem Türschild des Vorlesungssaals nachzulesen", fügt Prof. Dreo hinzu. Wenn kein stationärer PC zur Datenübermittlung zur Verfügung stehe, könne dies auch über jedes mobile Gerät mit Internetzugang erfolgen. Ferner kann das digitale Türschild auch mit biometrischen Scannern kombiniert werden. Bei erfolgreicher Authentifizierung z.B. über einen Fingerscan können auch personenbezogene Nachrichten abgefragt werden.

Sicherheit geht vor
"Die Sicherheit der Anwendung und der Daten, insbesondere gegen unberechtigte Manipulationsversuche, ist das Wichtigste und wird durch verschiedene Sicherheitsmechanismen gewährleistet", erklärt der Wissenschaftliche Mitarbeiter und Entwickler des digitalen Türschildes Jürgen Sauerland. Drei digitale Türschilder sind in der Fakultät für Informatik bereits erfolgreich im Einsatz, weitere Schilder sind in der Planung.
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Michael Brauns
Pressesprecher
Tel.: 089/6004-2004
E-Mail: michael.brauns@unibw.de

Michael Brauns | idw
Weitere Informationen:
http://www.unibw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb
27.06.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht Überschwemmungen genau in den Blick nehmen
27.06.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ultra-sensitiv dank quantenmechanischer Verschränkung

28.06.2017 | Physik Astronomie

Chemisches Profil von Ameisen passt sich bei Selektionsdruck rasch an

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Umfangreiche Fördermaßnahmen für Forschung an Chromatin, Nebenniere und Krebstherapie

28.06.2017 | Förderungen Preise