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„Digitale Graffiti“ bei Forschungsnacht in Linz

26.09.2008
Siemens-Forscher haben gemeinsam mit Wissenschaftlern der Johannes Kepler Universität in Linz ein System entwickelt, das Informationen über Sehenswürdigkeiten direkt vor Ort auf mobile Empfänger überspielt.

Diese so genannten Digitalen Graffiti kommen nun erstmals in Linz bei der Langen Nacht der Forschung am 26. September zum Einsatz. Die spezielle Anwendung demonstriert die Praxistauglichkeit des Informationssystems.


Digitale Graffiti verwenden die Satellitennavigation GPS, mit dem ein Gerät jederzeit seine Position bestimmt. Die neue Technik nutzt die Möglichkeit, Botschaften für bestimmte Empfänger an definierten Orten zu hinterlegen. Nähert sich ein Nutzer einem Ort, an dem ein solches Graffito hinterlegt ist, werden Daten über den Mobilfunkstandard UMTS an sein Handy oder ein anderes Endgerät übertragen. Die Digitalen Graffiti von Siemens Corporate Technology sind damit eine kostengünstige Möglichkeit, ortsgebundene Informationen zur Verfügung zu stellen, weil keine weitere Infrastruktur nötig ist.

In der konkreten Anwendung in Linz sind die mobilen Empfänger in Bussen installiert, in denen die Besucher der Forschungsnacht zu den sieben Veranstaltungsorten im Stadtgebiet gefahren werden. Dabei fahren fünf Busse auf zwei Routen. Alle Busse sind mit GPS ausgestattet, so dass dem Graffiti-System die aktuelle Position jedes Busses bis auf wenige Meter genau bekannt ist.

In einem der Busse sind zwei große HD-Displays eingebaut. Jedes der Displays zeigt eine Karte von Linz mit den aktuellen Positionen der einzelnen Busse sowie Zusatzinformationen, abhängig vom jeweiligen Aufenthaltsort des Busses.

Insgesamt sind etwa 30 digitale Graffitis entlang der Fahrtroute verstreut. Für jeden der sieben Veranstaltungsorte ist ein Graffito vorgesehen, das den Ort und die dort gezeigten Exponate näher beschreibt.

Damit erfahren die Besucher bereits im Bus, was sie erwartet. Weitere Graffiti zeigen Sehenswürdigkeiten von Linz, an denen der Bus vorbei fährt, etwa die Nibelungenbrücke, das Kunstmuseum Lentos oder das Ars Electronica Center. (RN 2008.09.6)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens ResearchNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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