Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DFKI kombiniert elektrisches Fahrrad und Smartphone zum intelligenten Fitnessgerät

24.02.2012
Wie kann Ausdauertraining interessanter und individueller gestaltet werden?

Mit der Kombination aus Fahrrad und Mobiltelefon gibt das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) eine Antwort auf diese Frage. Das intelligente Fitnessgerät MENTORbike kann über das Handy mit seinem Fahrer interagieren und sich automatisch an ihn anpassen.

Ein MENTORbike besteht aus einem Pedelec – einem hybrid mit Muskelkraft und Elektromotor betriebenen Fahrrad – welches mittels eines Smartphones mit einem körpernahen Sensornetzwerk sowie mit einer intelligenten Diensteplattform im Internet verknüpft ist. Ein solches Trainingsgerät kann körperliche Aktivität direkt anhand physiologischer (z.B. Herzfrequenz) und physikalischer Daten (z.B. erbrachte Leistung und Position) individuell überwachen und steuern.

Somit ermöglicht das System ein Radfahrtraining, das sich an die individuellen Bedürfnisse seines Nutzers anpasst. „Bemerkt das MENTORbike beispielsweise, dass der Nutzer nicht in seinem optimalen Trainingsbereich trainiert, kann es die Motorleistung steigern oder die Tretlast erhöhen, bis sich die Vitalparameter des Fahrers im optimalen Bereich bewegen“, erläutert Dr. Dirk Werth, Vice President Innovation & Research Consulting und Leiter Business Integration Technologies am DFKI.

Aber nicht nur das Einzeltraining, sondern auch das Radfahren in der Gruppe wird unterstützt, gerade wenn Nutzer mit unterschiedlichen Fitnessgraden zusammenfahren. „Die individuelle Steuerung durch MENTORbike ermöglicht eine Zusammenstellung und Abstimmung von Trainierenden unterschiedlicher Fitnesslevel, so dass beispielsweise eine Großmutter mit Ihrem Enkel zusammen fahren kann. MENTORbike achtet dabei darauf, dass sie sich nicht überanstrengt“, ergänzt Projektleiterin Alexandra Chapko.

Werth sieht mit dem MENTORbike eine neue Technologiegeneration im Gesundheitsbereich aufkommen. Bisher würden mobile Anwendungen allenfalls als Dokumentations- und Informationsquelle genutzt. „Die neue Generation wird umfassend mit der realen Umwelt vernetzt sein und auch selbst Steuerungsaufgaben – wie hier die Anpassung der Motorleistung – übernehmen. Diese intelligente Zusammenführung von Medizin-, Informations- und Kommunikationstechnik mit individueller Elektromobilität eröffnet neue Möglichkeiten, auch und gerade in der gesundheitlichen Prävention und Rehabilitation“, führt Werth aus. Und diese Zukunft ist gar nicht so weit entfernt. „Wir wollen zusammen mit unseren Partnern das MENTORbike in den nächsten 2 Jahren auf die deutschen Straßen bringen“, so Werth.

Zur Verwirklichung des Vorhabens arbeitet das DFKI mit dem Elektroantrieb-Produzenten Benchmark Drives GmbH & Co.KG, dem Anbieter von Messsystem-Lösungen BitifEye Digital Test Solutions GmbH und dem Spezialisten für Product Service Systems und mobile Anwendungen INTERACTIVE Software Solutions GmbH zusammen. Darüber hinaus ist die renommierte Deutsche Sporthochschule Köln an der Entwicklung beteiligt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Projekt im Rahmen seiner Innovationsförderung für den deutschen Mittelstand (KMU-innovativ, Förderkennzeichen 1IS11034D).

Kontakt:

Dr. Dirk Werth
Leiter Business Integration Technologies
Institut für Wirtschaftsinformatik (IWi) im DFKI
E-Mail: Dirk.Werth@dfki.de
Tel. +49 681 85775 5236
Alexandra Chapko
Projektleiterin
Institut für Wirtschaftsinformatik (IWi) im DFKI
E-Mail: Alexandra.Chapko@dfki.de
Tel. +49 681 85775 4092

Reinhard Karger | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfki.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Modellfabrik Industrie 4.0: Forschungs- und Trainingsplattform für Wissenschaft und Wirtschaft
28.03.2017 | Hochschule Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

29.03.2017 | Physik Astronomie

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE