Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mobile Security - Vandalismusbekämpfung in Verkehrsmitteln

06.12.2007
Die TSB Technologiestiftung Berlin fördert neues IT-Projekt mit 1 Millionen € aus dem Zukunftsfonds Berlin.

125 Mio. € pro Jahr beträgt deutschlandweit der Schaden durch Vandalismus in Bahnen und im öffentlichen Personennahverkehr. Entdeckt werden Schäden meist erst bei regelmäßigen Rundgängen des Personals durch die Fahrzeuge. Dann ist es aber zu spät. Die Täter sind weg. Auch dort, wo Videoüberwachung der Fahrzeuge stattfindet, muss langwieriger und personalintensiver Aufwand zur Sichtung der Bänder getrieben werden, um wenigstens nachträglich ein Bild der Täter aus Stunden von Videomaterial herauszufischen, das zwischen den Kontrollgängen des Personals aufgezeichnet wurde.

Ein Berlin-Brandenburger Konsortium will dies ändern. Durch neuartige Sensoren sollen das Beschmieren oder Verkratzen von Fensterscheiben sofort erkannt werden können. Die über Funk untereinander sowie mit einem Steuergerät ad-hoc vernetzten Sensoren sollen bei Vandalismus-Akten die Speicherung der zugehörigen Video-Sequenz auslösen. Zusätzlich soll es möglich sein, diese Videosequenz live oder zeitversetzt in die Zentrale zu übertragen. Verbesserte, intelligente Kamerasysteme werden selbst unter den schwierigen Lichtbedingungen im Fahrzeug eine automatische Echtzeit-Bildauswertung gestatten, durch die Beschädigungen an Sitzen und Türen zeitnah erkannt werden können. Um ein solches System realisieren zu können, werden zunächst die Sensoren für Scheibenbeschädigungen, die Kamerasysteme, die automatische Bilderkennung und die verwendeten Funkmodule verbessert. Insbesondere müssen die Komponenten kleiner, robuster und energiesparender gestaltet werden, um die nötige Standfestigkeit für den Dauereinsatz zu gewährleisten. Außerdem wird die Technik zur ad hoc-Vernetzung so verbessert, dass sie auch dem Einsatz im fahrenden Fahrzeug gewachsen ist. Anschließend erfolgt die Systemintegration der Komponenten zu einer Referenzanwendung in einem Fahrzeug.

Das Konsortium besteht aus zwei Universitäten, einem privaten Forschungsinstitut und vier Unternehmen. Der Glasbeschädigungssensor, die Kommunikationstechnik und die Stromverbrauchsoptimierung sind Ergebnisse langjähriger Forschung in Berliner Forschungseinrichtungen. Die Kompetenz der Unternehmen bei der Videotechnik, der Bildauswertung, der Herstellung solcher Komponenten und der Integration der Komponenten in komplexe Anwendungen gewährleistet den Technologietransfer in Anwendungen, die auch aus der Region heraus vermarktet werden.

... mehr zu:
»Kamerasystem »Sensor

Der Zukunftsfonds fördert Projekte, die Erkenntnisse der Berliner Wissenschaft in die Anwendung in Berlin bringen. Das Kuratorium der Technologiestiftung hat auf Empfehlung des Technologie- und Innovationsrates des Landes Berlin entschieden, dieses Projekt zu fördern. Die Förderung ist kofinanziert aus dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung, EFRE.

Verantwortlich, Rückfragen, Interviewwünsche:
TSB Technologiestiftung Berlin, Geschäftsstelle des Zukunftsfonds, Dr. Christian Hammel, Fasanenstr. 85, 10623 Berlin, Tel.: 030 - 46 30 25 59, E-Mail: hammel@technologiestiftung-berlin.de

Frauke Nippel | idw
Weitere Informationen:
http://www.zukunftsfonds-berlin.de

Weitere Berichte zu: Kamerasystem Sensor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Saarbrücker Forscher erstellen digitale Objekte aus unvollständigen 3-D-Daten
12.10.2017 | Universität des Saarlandes

nachricht Big Data: Flächendeckendes Messnetz für Feinstaub
09.10.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mikroben hinterlassen "Fingerabdrücke" auf Mars-Gestein

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vorhersagen bestätigt: Schwere Elemente bei Neutronensternverschmelzungen nachgewiesen

17.10.2017 | Physik Astronomie

Kaiserschnitt-Risiko ist vererbbar

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie