Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die TU Braunschweig steht mit dem autonomen Fahrzeug "Caroline" im Finale der DARPA Urban Challenge

02.11.2007
Das Team CarOLO steht bei der Urban Challenge 2007 der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), einem Rennen zwischen autonomen Roboterfahrzeugen, im Finale und bestreitet mit ihrem Fahrzeug "Caroline" am kommenden Samstag einen 60 Meilen langen Kurs in einem städtischen Umfeld.

Das Team der Technischen Universität Braunschweig qualifizierte sich gemeinsam mit fünf weiteren Teams von insgesamt 35 Teilnehmern des Halbfinales für die Endausscheidung.

Das Halbfinale war ein Wechselbad der Gefühle. "Caroline" wurde drei Prüfungen unterzogen, von denen sie zwei bereits im ersten Durchgang erfolgreich absolvierte. Eine Aufgabe jedoch stellte das Fahrzeug vor echte Herausforderungen.

Die Prüfungen fanden auf drei Arealen des Southern California Logistics Airport statt. Die autonomen Fahrzeuge mussten unter anderem zeigen, dass sie sich in den fließenden Verkehr einordnen, Vorfahrtsregeln beachten, Hindernissen ausweichen und bei blockierten Straßen eine neue Route zum Ziel planen können.

... mehr zu:
»Caroline" »Challenge »DARPA

Dabei zeigte sich, dass "Caroline" besonders kreativ ist: Sie findet Wege aus Situationen, an denen andere Autos gescheitert sind. So hat "Caroline" die Juroren bereits mehrfach in Aufregung mit ihren regulären, aber unkonventionellen Lösungen zur Wegfindung gebracht. Während die Darpa Juroren anfangs "Carolines" unkonventionelle Wegfindungen abgebrochen hatten, hat sie mittlerweile die Juroren von ihren Künsten und der kreativen Wohlüberlegtheit ihrer Planungen überzeugt.

Innerhalb von anderthalb Jahren gelang es dem 27-köpfigen Team der Professorengruppe Bernhard Rumpe, Thomas Form, Lars Wolf, Peter Hecker, Marcus Magnor und Walter Schumacher, mit wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studierenden der Technischen Universität Braunschweig unter der Leitung von Professor Rumpe, ein autonomes Fahrzeug zu bauen, das sich mit den Besten der Welt messen kann.

Auf dem Weg zum Finale musste das Team bereits im April ein Video einreichen, das einige Basisfähigkeiten des Fahrzeugs demonstriert. Im Juni flog "Caroline" das erste Mal in die USA, damit die DARPA das Fahrzeug einem intensiven Test, dem "Site Visit" unterziehen konnte, der dem Team den Einzug in das Halbfinale ermöglichte. Bereits das "Site Visit" wurde zu einem echten Krimi, während des Wettbewerbs brach ein so intensives Gewitter aus und es wurde so dunkel, dass weder Mensch noch Auto Fahrspuren auf regennasser Fahrbahn erkennen konnten.

Die TU Braunschweig nimmt das erste Mal an der bereits 2005 in der Wüste ausgetragenen Grand Challenge teil. Der Carolo-Wilhelmina ist es mit dem Einzug ins Finale gelungen, in dem zukunftsträchtigen Bereich der Automobilforschung zu zeigen, dass Braunschweig ein Zentrum automotiver Forschung und Entwicklung ist.

Unterstützt wird das CarOLO-Team von IAV, VW, dem MWK Niedersachsen und vielen weiteren Förderern der Stadt und der Region Braunschweig.

Eine Live Web-Übertragung ist im Internet am 3. November unter www.grandchallenge.org, ab 6:00 PT abzurufen.

Ulrike Rolf | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-braunschweig.de/
http://www.grandchallenge.org

Weitere Berichte zu: Caroline" Challenge DARPA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Wie Drohnen die Unterwelt erkunden
21.02.2018 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

nachricht Neuer 3D Portrayal Service Standard veröffentlicht
20.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics