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Forschungsziel: Kognition für Robotersysteme

04.09.2007
"Research Institute for Cognition and Robotics" an der Universität Bielefeld gegründet

Minister Pinkwart kommt zur Eröffnung am 10. Oktober / Honda Research Institute Europe GmbH finanziert Doktorandenstellen und stellt humanoiden Roboter ASIMO als Forschungsplattform zur Verfügung / Erste Präsentation der neuen ASIMO-Generation in Deutschland

Am 10. Oktober 2007 wird an der Universität Bielefeld das Forschungsinstitut "Research Institute for Cognition and Robotics" (CoR-Lab) eröffnet. In dem im Juli gegründeten Institut werden Forschungsaktivitäten an der Universität Bielefeld in den Bereichen "Kognition und Intelligente Roboter" gebündelt - einem Wissenschaftsfeld, in dem interdisziplinäre Bielefelder Forschergruppen zur nationalen und internationalen Spitze gehören. Die Eröffnung findet im Rahmen eines Symposiums und im Beisein von Professor Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen statt. Das Innovationsministerium hat das Institut bereits mit 1,1 Millionen Euro gefördert, und wird das Institut auch weiterhin unterstützen. Im Rahmen der Eröffnungsfeier am 10. Oktober wird ebenfalls der Vertrag über eine Forschungskooperation mit dem Honda Research Institute Europe GmbH (HRI-EU) unterzeichnet. Honda wird die Doktorandenausbildung am CoR-Lab unterstützen und stellt den Bielefelder Wissenschaftlern zudem zwei humanoide Roboter ASIMO mit entsprechender Software zur Verfügung. Damit kann das CoR-Lab als erste europäische universitäre Einrichtung ASIMO als Forschungsplattform einsetzen. Die beiden ASIMO werden ebenfalls im Rahmen des Symposiums von Tomohiko Kawanabe, Senior Managing Director von Honda R&D Inc., Japan, übergeben.

Die Entwicklung intelligenter Roboter, die dem Menschen beispielsweise im Haushalt helfen, ist keine Vision, sondern eine Schlüsseltechnologie der nahen Zukunft. Viele wissenschaftliche Einrichtungen und Unternehmen forschen auf diesem Sektor. Eine der entscheidenden Fragen ist dabei die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine. Daran arbeiten Bielefelder Ingenieure und Informatiker in enger interdisziplinärer Kooperation mit Naturwissenschaftlern (Biologen, Physikern) und Geisteswissenschaftlern (Linguisten, Psychologen, Sportwissenschaftler). Ziel ist es, menschliche Kognition zu erforschen und technische Systeme mit entsprechenden kognitiven Fähigkeiten auszustatten, damit sie mit Menschen in natürlicher Weise interagieren können. Bielefelder Forschungsaktivitäten in diesem Bereich werden auch von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen eines Sonderforschungsbereichs (SFB 673: Alignment in Communication) gefördert. Darüber hinaus sind Bielefelder Wissenschaftler noch mit einem Clusterantrag in der aktuellen Exzellenzinitiative von Bund und Ländern vertreten.

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Ziel des "Research Institute for Cognition and Robotics" ist es, an der Universität Bielefeld ein Forschungszentrum zu etablieren, das in enger Kooperation mit Unternehmen in der Region OWL und darüber hinaus wichtige Fortschritte im Bereich der Mensch-Maschine-Interaktion realisiert. Die herausragende Qualität Bielefelder Wissenschaft hat auch die Vertreter von Honda Research Institute Europe GmbH überzeugt: Im Rahmen von gemeinsamen Forschungsprojekten werden von HRI-EU an der Graduiertenschule Arbeitsmöglichkeiten für Doktoranden und junge Wissenschaftler geschaffen. Einen wichtigen Baustein der Kooperationen stellen dabei die zwei ASIMO und die von HRI-EU entwickelte und in die Kooperation eingebrachte Software dar.

Die Wissenschaftler des CoR-Lab werden mit Hilfe der Roboter die Interaktion zwischen Mensch und Maschine analysieren, um sie anschließend zu optimieren.

Im Rahmen des Symposiums am 10. Oktober werden die ASIMO der neuesten Generation erstmals in Deutschland der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ingo Lohuis | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bielefeld.de/

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