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Neue Software ermöglicht einheitliches Verwalten biometrischer Daten

15.03.2007
Entwicklung an der Universität der Bundeswehr München liegt im Trend neuer Sicherheitssysteme

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Eine an der Universität der Bundeswehr München neu entwickelte Software ermöglicht das Verwalten biometrischer Daten von unterschiedlichen Biometrie-Scannern in einem System. Das Institut für Informationstechnische Systeme stellt die neue Software auf der Computermesse Cebit 2007 erstmals der Öffentlichkeit vor. Mitentwickler Jürgen Sauerland prognostiziert das komplette Verdrängen von Türschlüsseln durch biometrische Sicherungssysteme in den nächsten 20 Jahren.


Bisher hatte jede Art von Biometrie-Scannern wie Finger-, Augeniris- oder Gesichtsscanner eine eigene Software, um die Daten zu verwalten. Mit der am Institut für Informationstechnische Systeme an der Universität der Bundeswehr München entwickelten Software werden die Daten unterschiedlicher Scangeräte nun in einer Datenbank integriert. Für Unternehmen und Institutionen, die ihre Räume mit Biometrie-Scannern absichern, verringert sich dadurch besonders der technische und finanzielle Aufwand.

System hat sich bereits bewährt

In der Fakultät für Informatik an der Universität der Bundeswehr München ist die neue Software bereits im Einsatz und hat sich bei der Zugangskontrolle von Computerräumen bewährt. "Beim ersten Einbuchen lässt der Student oder Mitarbeiter seine biometrischen Merkmale vom Scanner aufnehmen. Aus diesem Bild errechnet das System eine Kennziffer, codiert sie und speichert sie in einer Datenbank ab", erklärt der Mitentwickler Jürgen Sauerland. Industrie- und Handelsunternehmen aus dem In- und Ausland haben schon ihr Interesse an der neuen Software signalisiert.

In 20 Jahren keine Schlüssel mehr

Für den Informatiker Sauerland hat die Sicherung von Räumen über biometrische Scangeräte nichts mehr mit Science Fiction zu tun. "In 20 Jahren wird es auch im privaten Bereich kaum noch Schlüssel geben. Ein Scangerät für den Fingerabdruck hat doch deutliche Vorteile, beispielsweise die nicht mehr vorhandenen Folgekosten, wenn ein Schlüssel verloren geht", so Sauerland. Besonders in großen Unternehmen sei es schwierig, ständig zu überprüfen wer welche Schlüssel habe. In Asien sei das Nutzen biometrischer Daten deutlich weiter verbreitet als in Europa. Doch seit der Einführung des biometrischen Reisepasses 2005 in Deutschland sei auch hier der Trend nicht mehr aufzuhalten.

Michael Brauns
Pressesprecher
Tel.: 089/6004-2004
E-Mail: michael.brauns@unibw.de

Michael Brauns | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.unibw.de

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