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1,5 Mrd. Euro für Informations- und Kommunikationstechnologien

14.03.2007
Schavan: Enorme Schubkraft durch neues Forschungsförderungsprogramm / Kleine und mittlere Unternehmen auf Überholspur gesetzt

Treiber für die Entwicklungen in den Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind die Anwendungen. "Mit dem neuen Forschungsprogramm IKT 2020 richten wir die Forschungsförderung auf in Deutschland starke Anwendungsbereiche aus, in denen Innovationen in hohem Maße IKT getrieben sind. Das birgt eine enorme Schubkraft in sich", sagte Bundesforschungsministerin Schavan anlässlich der CeBIT 2007.

Neben der IKT-Wirtschaft selbst sind dies vor allem die Bereiche IKT für Automobil, Maschinenbau, Medizin, Logistik und für Energie. Schavan: "Nur so können wir mit IKT auch zur Lösung gesellschaftlicher Probleme wie beispielsweise größerer Sicherheit im Straßenverkehr und weniger Kraftstoffverbrauch beitragen und die moderne Medizintechnik voranbringen." Für einen Zeitraum von fünf Jahren stehen dafür insgesamt 1,5 Milliarden Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Etwa die gleiche Summe steht im Rahmen der institutionellen Förderung für die IKT-Forschung bereit.

Beim Transfer von Forschungsergebnissen in wirtschaftliche Erfolge spielen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine zentrale Rolle. Schavan: "Mit dem Forschungsprogramm IKT 2020 richten wir eine Überholspur für KMU ein. Von entscheidender Bedeutung sind dabei die themenoffene KMU-Förderung im Rahmen von IKT 2020, vereinfachte Förder- und beschleunigte Bewilligungsverfahren sowie eine zentrale Anlaufstelle." Zur Umsetzung hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung anlässlich der CeBIT die Fördermaßnahme "KMU-Innovationsoffensive Informations- und Kommunikations-technologie (IKT)" gestartet. Für eine Laufzeit von fünf Jahren werden 100 Millionen Euro für diese KMU-Überholspur bereit gestellt.

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Mit dem Programm IKT 2020 wird die Hightech-Strategie der Bundesregierung modellhaft umgesetzt. Dazu zählt insbesondere auch die Konzentration auf anwendungsorientierte strategische Kooperationen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. "Wir brauchen eine klare Prioritätensetzung und die Fokussierung auf wenige Schwerpunkte. Wichtig ist mir dabei, dass nicht nur die gesamte Wertschöpfungskette mit einbezogen wird, sondern dass es auf Seiten der Wirtschaft klare Zusagen hinsichtlich eines erheblichen finanziellen Eigenanteils gibt", sagte die Bundesforschungsministerin. Konkrete Vorschläge hierzu liegen auf dem Tisch. Automobilhersteller und Zulieferindustrie sowie IKT-Wirtschaft haben bereits Konzepte vorgelegt. Es geht darum, Autos durch IKT sicherer und umweltfreundlicher zu machen und für das Internet der Zukunft eine strategische europäische Allianz aufzubauen.

Schavan: "Wir brauchen aber auch die Möglichkeit, gänzlich Neues anzugehen und neben den Hauptwegen auch Alternativen zu entwickeln, um auf Technologiewechsel vorbereitet zu sein." Deshalb werden auch Themen mit noch geringer Markt- und Anwendungsnähe in die Förderung mit einbezogen. "Solche Themen werden wir gemeinsam mit Wissenschaft und Wirtschaft identifizieren, aber zunächst öffentliche Forschungseinrichtungen und Universitäten mit geringer oder ganz ohne Industriebeteiligung fördern", so die Ministerin.

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