Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mobiltelefon soll zum Barcode-Reader werden

28.02.2007
2D-Codes beinhalten weiterführende Informationen auf Plakaten und Verpackungen

Führende Unternehmen in der Mobilfunkbranche beraten derzeit, wie Handys zu mobilen Barcodelesern umgerüstet werden können. Den Anstoß zu diesem aktuell in London stattfindenen Treffen gaben Hewlett-Packard und der Werbekonzern Publicis, berichtet die Financial Times.

Ziel der Bemühungen ist es, dass künftig Strichcodes beispielsweise auf Werbeplakaten oder Verpackungen angebracht werden. Besitzer von Mobiltelefonen können diese mit der eingebauten Handykamera abfotografieren. Das Handy errechnet anschließend die im Code enthaltenen Informationen und zeigt sie an. Dabei kann es sich um Werbebotschaften, ausführliche Informationen zur Ware, Hinweise auf Sonderangebote oder Gutscheine handeln.

"Ein klassischer Barcode besteht aus einer Abfolge von dicken und dünnen Strichen. Durch die jeweilige Codierung wird der Schlüssel bestimmt, mit dem der Scanner den Strichcode ausliest", erläutert der Barcode-Experte Peter Good von Opal im Gespräch mit pressetext. Es gibt verschiedene Arten von Barcodes, die unterschiedlich viel Information liefern. "Der EAN-13-Barcode beispielweise liefert 13 Zahlen. Die Menge der enthaltenen Daten ist prinzipiell nur durch den Platz begrenzt, den der Strichcode einnimmt und der Scanner noch lesen kann", meint Good. Für die Werbeindustrie interessant sind 2D-Codes. Diese bestehen aus unterschiedlich geformten Flächen und enthalten mehr Informationen auf kleinerem Raum. In einem 2D-Code können auf zehn Quadratzentimetern tausende von Zeichen untergebracht werden.

In Japan und Südkorea sind 2D-Codes schon verbreitet und werden von den Usern gut angenommen. Ein weltweiter Standardstrichcode, der von jeder Handy-Kamera gelesen werden könnte, fehlt allerdings noch. Um dieses Manko zu beheben und sicherzustellen, dass die entsprechenden Informationen aus dem Web abgerufen werden, treffen sich Mobiltelefonhersteller wie Nokia, Ericsson, Vodafone und die Deutsche Telekom mit den Initiatoren.

2D-Codes werden aktuell von der Deutschen Bahn sowie der Schweizer Bundesbahn verwendet. Sie benutzen 2D-Barcode "Aztec" auf ihren Online-Tickets. Des weiteren verwendet die US-Regierung diesen Code zum Speichern der biometrischen Daten bei der Ein- und Ausreise. Bei der Deutschen Post kommt die elektronische Briefmarke Stampit zum Einsatz. Sie basiert auf dem Datamatrix-Code und wird mit CCD-Kamerascannern ausgelesen. Für Smartphones bietet beispielsweise Kaywa eine Applikation, mit der 2D-Codes ausgelesen werden können.

Andreas List | pressetext.schweiz
Weitere Informationen:
http://www.opal-holding.com
http://reader.kaywa.com

Weitere Berichte zu: 2D-Code Barcode Handy Mobiltelefon Strichcode

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Layouterfassung im Flug: Drohne unterstützt bei der Fabrikplanung
19.05.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Intelligente Industrialisierung von Rechenzentren
15.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften