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Webseiten selbstgemacht

19.02.2002


Surfen im Internet ist kinderleicht. Um aber Webseiten zu erstellen, Netzwerke zu bestimmten Themen aufzubauen oder Diskussionsforen zu installieren, braucht man besondere Kenntnisse. Bislang! Mit WebGenesis können nun auch Laien leistungsfähige, kooperative Web-Informationssysteme aufbauen.

»Die Zeiten, in denen das Internet nur als virtuelles Schaufenster eines Unternehmens oder einer Einrichtung diente, sind vorbei. Heute geht es darum, Produkte, Dienstleistungen und Wissen von Firmen oder Interessenverbänden sowohl extern als auch intern gezielt nutzbar zu machen«, nennt Gottfried Bonn vom Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung IITB in Karlsruhe die neuen Herausforderungen. Immer häufiger schließen sich Nutzer zu bestimmten Themen im Netz zusammen oder bilden Communities. Die Folge: Unterschiedliche Nutzer möchten Informationen einbringen, die - ohne erst zeitaufwendig von einem HTML-Experten aufbereitet zu werden - gleich verfügbar und recherchierbar sind. Weitere Anforderungen: Die Informationen sollen in eine gemeinsam abgestimmte Struktur eingegliedert, mit anderen Seiten verlinkt und automatisch in einem gemeinsamen »Corporate Design« erscheinen - und das alles, ohne dass sich die Nutzer gegenseitig in die Quere kommen. Das IITB hat daher WebGenesis entwickelt - ein System für Content-, Wissens- und Community-Management. Damit können sogar Nutzer ohne HTML-Kenntnisse Webseiten erstellen und in thematischen Netzwerken zusammenarbeiten.

Mit WebGenesis ist das Anfertigen von Internetseiten kinderleicht. Der Nutzer ruft einfach eine vorgefertigte Maske - auch Template genannt - auf und gibt seine Informationen ein. Das System gestaltet automatisch die Seiten, ergänzt Bilder und Logos, erfasst das Eingabedatum und speichert es in einem Verzeichnis ab. Beispiel: Soll eine Webseite über einen Wagen erstellt werden, muss der Nutzer nur Autotyp, Baujahr, Motor und PS eingeben. Das System fügt das passende Foto mit einer Bildunterschrift sowie das Firmenlogo hinzu. Zudem wird die Seite für das Internet aufbereitet, verschlagwortet, und das Erstellungsdatum abgespeichert. Der Autor kann sogar festlegen, wer wie auf seine Daten zugreifen darf.

Wie einfach WebGenesis auch für Internet-Laien zu nutzen ist, zeigt das Beispiel des Gesamtelternbeirats Karlsruher Schulen. »Nur zwei gemeinsame Abendessen reichten aus und die Eltern konnten mit Hilfe des Systems vom heimischen PC aus ihre eigenen Webseiten aufbauen und übers Internet Informationen verwalten«, berichtet Gottfried Bonn. Das Netzwerk des Gesamtelternbeirats läuft mittlerweile seit zwei Jahren ohne weitere externe Unterstützung.

»WebGenesis ist für heterogene Communities geeignet, die kooperativ und dezentral Informationen verwalten und diese sowohl intern als auch für die Öffentlichkeit bereitstellen wollen«, erläutert Bonn. Die Besonderheit des Systems: Obwohl es sehr leicht zu bedienen ist, bietet es hohe Funktionalität und ist sehr leistungsfähig.

Die Liste zufriedener WebGenesis-Anwender ist lang: Der Landesverband der Volkshochschulen in Nordrhein-Westfalen, das Europäische Kontrollnetzwerk für die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen, die virtuelle Hochschule Baden-Württemberg, das Virtuelle Software Engineering Kompetenzzentrum oder das ForschungsInformations-Netzwerk Verkehr, Städtebau und Raumplanung sind nur einige der WebGenesis-Nutzercommunities.

Wie WebGenesis arbeitet, zeigen die Forscher auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand in Halle 11, Stand A10, A14.

Gottfried Bonn | Presseinformation
Weitere Informationen:
http://www.cebit2002.fraunhofer.de

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