Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Komposition von Softwarekomponentensystemen der nächsten Generation

28.07.2006
Die Softwarekomponenten- und -kompositionstechnik zählt zu den aussichtsreichsten Gebieten in der Zukunft der Informationsgesellschaft. Das EASYCOMP-Projekt diente zur Entwicklung geeigneter Methoden, Instrumente und Umgebungen, um eine flexible, leistungsfähige und einfache Komposition von Komponenten zu ermöglichen.

Jede aktuell im Netz verfügbare Dateneinheit wie XML-Daten und Software besitzen das Potenzial, um zu einer Aktivkomponente zu werden. Es ist zu erwarten, dass Aktivkomponenten Dokumente, Benutzeroberflächen, Browser, Dreischichtenarchitekturen und komplette Anwendungen innerhalb der nächsten Jahre ersetzen. Daher wird eine geeignete Technik zur einheitlichen und einfachen Komponentenkomposition benötigt, durch die eine Wiederverwendung von Komponenten und damit auch die Produktivität bei Nutzern und Softwaretechnikern gefördert würde.

Dieser Bedarf veranlasste die Entwicklung von robusten Kompositionstechniken für Aktivkomponenten durch das EASYCOMP-Projekt. Auf der Grundlage von Aspekttrennung und -komposition werden diese neuen Techniken vermutlich die Nutzer in die Lage versetzen, Komponenten unter Verwendung geeigneter Verfahren der Metamodellierung und Quelltextgenerierung leistungsfähig anzupassen. Zudem bieten die entwickelten Techniken ebenfalls eine dynamische Komposition von Aktivkomponenten zur Anpassung von Systemen.

Die mangelnde Homogenität der Komponenten in den verschiedenen Entwicklungsstadien - Bauzeit, Montagezeit und Laufzeit - gehörte zu den wichtigsten Problemen dabei. Diese unterschiedliche Verfügbarkeit der Kompositionsmittel führt zu einer erhöhten Komplexität in der komponentenbasierten Softwareentwicklung. Um dieses Problem zu lösen, entwickelten die Forscher ein einheitliches Kompositions- und Adaptationsverfahren, das drei verschiedene Kompositionsmodelle über alle Entwicklungsstadien einer Komponente hinweg in ein Modell integriert.

Die individuellen Modelle bieten eine erhöhte Eignung zur Wiederverwendung und Nutzung von Produkten, die in späteren Phasen des Produktkreislaufs einer Komponente konstruiert wurden. Das integrierte Modell verfügt über eine weit verbreitete Umgebung zur Komponentenentwicklung für jedes der drei Modelle. Unter Berücksichtigung der bestehenden COTS-Komponenten (COTS - Commercial Off-The-Shelf, Kommerzielle Produkte aus dem Regal) bildet das Metakomponentenverfahren einen intakten Rahmen für ein generisches API, um Zugang zu Komponentenmodellen von verschiedenen Unternehmen zu erhalten. Dadurch sollen die Nutzer bei der Kombination verschiedener Modellkomponenten über mehr Optionen verfügen.

Thomas Gschwind | ctm
Weitere Informationen:
http://www.infosys.tuwien.ac.at/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie