Entlastung für Bregenz – Fahrzeitinformation auf Autobahn

Das ist zwar billiger, auf der Strecke kommt es aber vor allem in Ferienzeiten zu massiven Verkehrsbehinderungen, was die Fahrzeit dramatisch verlängert. Wenn die Autofahrer sich im Stop-and-Go durch Bregenz quälen, ist es für die Umfahrung zu spät.

Herzstück der Anlage der Verkehrstelematikexperten von Siemens ist eine Anzeigetafel, die auf der A96 wenige Kilometer vor der österreichischen Grenze aufgestellt ist und die die aus Deutschland kommenden Autofahrer über die aktuellen Fahrzeiten in die Schweiz informiert: zum einen über die Stadt am Bodensee, zum anderen über die Autobahn. Die Zeitersparnis auf der mautpflichtigen Strecke beträgt meist um 15 Minuten; es kann an besonders verkehrsreichen Tagen aber auch deutlich mehr sein. So wird die Autobahn trotz einiger Euro Kosten gegenüber der Ortsdurchfahrt wieder attraktiver. Im Gegenzug können die Bürger von Bregenz aufatmen.

Für die Berechnung der Fahrzeit erfasst das System das Verkehrsaufkommen in Bregenz und auf der österreichischen A14. Während im Stadtgebiet Infrarotsensoren an den Straßenlaternen angebracht sind und die Bewegung der vorbeifahrenden Fahrzeuge aufnehmen, wird die Verkehrsdichte auf der Autobahn mit so genannten Doppelschleifen gemessen. Vorbeifahrende Autos werden dabei von zwei in kurzem Abstand hintereinander platzierten Induktionsschleifen erfasst. Anhand der zeitversetzten Erfassung ergibt sich eine Differenz, aus der Fahrgeschwindigkeit und Verkehrsaufkommen ermittelt werden. Zusammen mit den Daten der Infrarotsensoren sendet das System diese Informationen via Telefonleitungen an eine Zentrale, wo sie ausgewertet und zu Fahrtzeiten umgerechnet werden. Im Fünfminutentakt werden diese schließlich auf der Anzeigetafel aktualisiert und dem Fahrer für seine Entscheidung der Routenwahl zur Verfügung gestellt. (IN 2006.06.7)

Media Contact

Dr. Norbert Aschenbrenner Siemens InnovationNews

Weitere Informationen:

http://www.siemens.de/innovation

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