Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

OP-Planungssysteme im Überblick

17.12.2001



Personal-, Material- und Raumkapazitäten für Operationen zu planen, ist eine der komplexesten Aufgaben im Krankenhausalltag. Einen Überblick über die Funktionen kommerzieller Planungssoftware gibt die empirische Studie "OP-Planungssysteme".

Der Operationsbereich ist wirtschaftlich gesehen das Kernstück der meisten Krankenhäuser. Hier werden die Leistungen mit den höchsten Erlösen erbracht und gleichzeitig enorme Personal- und Sachkosten verursacht. Das hat dazu geführt, dass einige Kliniken ihre Patienten nicht mehr nach der Verfügbarkeit von Betten, sondern entsprechenden den OP-Kapazitäten einbestellen. Diese zu planen, ist eine der komplexesten Aufgaben im klinischen Alltag: Zahlreiche Randbedingungen wie die Verfügbarkeit von Fachpersonal, Räumen und Material, aber auch die Charakteristiken der Krankheitsbilder und individuelle Patientenmerkmale müssen berücksichtigt werden. "Die Praxis vor Ort zeigt, dass die Einplanung von Operationen im Sinne der Belegung von OP-Sälen sowie die Festlegung des Ressourceneinsatzes oft noch manuell auf Papier oder Planungstafeln erfolgt", weiß Rita Kristof aus Erfahrung. Die Wissenschaftlerin beschäftigt sich am Fraunhofer IPA seit sechs Jahren in Theorie und Praxis mit dem Thema Krankenhausmanagement. Software-Systeme können den OP-Planer bei seiner Arbeit wirkungsvoll unterstützen. "Will ein Krankenhaus ein OP-Planungssystem einführen, sieht es sich jedoch mit einer ganzen Reihe von Software-Lösungen mit den unterschiedlichsten Funktionen konfrontiert", hat Kristof festgestellt.

Sich hier eine Übersicht zu verschaffen, ist relativ aufwändig. Um den Stand der Technik der derzeit erhältlichen OP-Planungssysteme zu ermitteln und Krankenhäusern eine Orientierungshilfe an die Hand zu geben, hat sie eine Studie durchgeführt. Von den 63 relevanten Anbietern im deutschsprachigen Raum haben 14 eingewilligt, in telefonischen Einzelgesprächen Fragen zu den Funktionen ihrer Produkte zu beantworten. Sie haben derzeit rund 600 Systeme im Einsatz. Die Ergebnisse der Befragung sind in "OP-Planungssysteme - eine empirische Studie 2001" zusammengefasst. Sie gibt einen Überblick darüber, welche Funktionen kommerzielle, Software-basierte OP-Planungssysteme derzeit beinhalten, welche für die nahe Zukunft zu erwarten sind und wie sie eine OP-Planung unterstützen. Kristof beschreibt die geforderten Systemmerkmale und Planungsparameter und stellt die Befragungsergebnisse fachlich kommentiert jeweils einzeln dar. Softwaresysteme, die den Chirurgen in der Planung des medizinischen Vorgehens bei Operationen unterstützen, sind nicht Gegenstand der Studie. "Wir haben uns bewusst auf die Ablauforganisation von Operationen und ihre ressourcen- und terminbezogenene Planung beschränkt", erklärt Kristof. Die Studie kann zum Preis von 29 Euro beim Fraunhofer IPA bestellt werden.


Rita Kristof: OP-Planungssysteme - eine empirische Studie/hrsg. von Wilfried Sihn. - Stuttgart: IRB-Verlag, 2001. - 53 Seiten
ISBN 3-8167-6048-1

Dipl.-Ing. Michaela Neuner | idw

Weitere Berichte zu: OP-Planungssystem Verfügbarkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Layouterfassung im Flug: Drohne unterstützt bei der Fabrikplanung
19.05.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Intelligente Industrialisierung von Rechenzentren
15.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie