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Neue Produktionshalle mit VR-Methoden entworfen

05.12.2001


Zum Greifen nah: Mit einer Shutter-brille werden die virtuell entworfenen Anlagen plastisch sichtbar.


Freude über das Erreichte: Dipl.-Ing. Claus-Peter Padberg, Detlef Spaar, Baumüller-Werk, Dipl.-Ing. Thomas Masurat und Prof. Dr.-Ing. Uwe Bracht, TU Clausthal (v.l.n.r. in der Bildmitte).


Clausthaler Institut bringt neue Methoden in die Fabrikplanung ein: Die Baumüller Kleinmotoren in Bad Gandersheim bekamen mehr Platz. Kürzlich eröffnete das Unternehmen eine neue Produktionshalle, mit welcher das Betriebsgelände verdoppelt wird. Seit 1982 werden in Gandersheim Scheibenläufermotoren von 14 bis 4.500 Watt produziert. Mit dem drei Millionen Mark teuren Neubau wurde die Produktionsfläche auf 1800 Quadratmeter erweitert. Den Produktionsablauf und den Materialfluss der neuen Halle konzipierten Professor Dr.-Ing. Uwe Bracht und Dipl.-Ing. Thomas Masurat vom Institut für Maschinelle Anlagentechnik und Betriebsfestigkeit der TU Clausthal, und sie setzten dabei neueste Methoden der Fabrikplanung, das Virtual Reality Labor an der TU Clausthal ein.


So wird es möglich, daß alle Beteiligten gemeinsam an einem 3D-Planungstisch die neue Fabrikhalle konzipieren und anschließend, ausgerüstet mit einer Shutter-Brille, die neue Halle virtuell begehen.

Der Bereich Anlagenprojektierung und Materialflusslogistik des Institutes für Maschinelle Anlagentechnik und Betriebsfestigkeit besitzt eine Großbild-Projektionsanlage, zehn Meter lang und fast drei Meter hoch. Diese ist für die Fabrikplanung wohl einzigartig. Die neue Produktionshalle der Baumüller Gruppe, im Rechner in einer dreidimensionalen virtuellen Darstellung entworfen, konnte so schon vorher "durchwandert" werden. So gewinnen alle, die Mitarbeiter des Unternehmens und die Planer, zuvor schon einen wirklichkeitsgetreuen Eindruck des zukünftigen Arbeitsumfeldes. Die Mitarbeiter können ihre Wünsche einbringen und sich leichter an der Planung beteiligen.


Der Landrat Michael Wickmann zeigte sich dann auch von der Zusammenarbeit mit der TU Clausthal beeindruckt. "Ich hätte gar nicht gedacht, daß so etwas an einer Universität möglich ist, und es zeigt mir, daß die Baumüller Gruppe, die für Bad Gandersheim mit ihren Arbeitsplätzen sehr wichtig ist, neue Wege beschreitet. Wer für Innovationen offen ist, der ist für die Zukunft gut gewappnet", sagte der Landrat.

Oft bis in den späten Abend hinein hatten der Leiter des Geschäftsbereiches Kleinmotoren Herr Dipl.-Ing. Claus Peter Padberg und der Produktionsleiter Herr Detlef Spaar vom Baumüller-Werk in Bad Gandersheim mit Herrn Dipl.-Ing. Thomas Masurat von der TU Clausthal zusammengesessen, um den Produktionsablauf in der neuen Halle in möglichst optimaler Weise zu gestalten. "Eine rundum erfreuliche, produktive Zusammenarbeit", stellen Herr Spaar und Herr Masurat übereinstimmend fest.


Jochen Brinkmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.imab.tu-clausthal.de/Imab_Anlagenprojektierung.htm

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