Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Richtig erkannt - Forsip zeigt Mimikerkennung

06.06.2006


Der Bayerische Forschungsverbund für Situierung, Individualisierung und Personalisierung in der Mensch-Maschine Interaktion (FORSIP) präsentierte sich vom 20. bis 28. Mai 2006 im ThyssenKrupp-Ideenpark rund um die Expo-Plaza in Hannover mit Computern, die Mimik und Gestik erkennen.


Die Bilderkennung durch den Computer. (Foto: Forsip)



Bundeskanzlerin Angela Merkel kam zu Besuch, Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff gleich mehrmals, auch EU-Kommissar Günther Verheugen und Familienministerin Ursula von der Leyen ließen sich nicht lange um ein Lächeln bitten. Und der Computer von FORSIP reagierte: Er verstand, dass Lachen etwas anderes ist als Erstaunen. Das ist auch tatsächlich erstaunlich, denn dass ein Computer außer Maus und Tastatur auch auf andere Signale wie die Körpersprache reagiert, ist neu. Projektleiter Matthias Wimmer und Simone Hämmerle haben ihrem System inzwischen beigebracht, auf sechs verschiedene Mimiken in Echtzeit zu reagieren und Befehle mit Bewegungen entgegenzunehmen.



Bitte Lächeln - Mimikerkennung durch den Computer

Auch wenn der FORSIP-Stand im ThyssenKrupp-Ideenpark regelrecht belagert wurde und alle Besucher viel Spaß dabei hatten, Spielzeug soll aus dem Projekt nicht werden. Um dem Menschen menschlich-adäquater nützlich zu sein, müssen Hightechgeräte den Anwender besser verstehen. Körpersprache oder Stimmführung dürfen dann nicht länger außen vor bleiben, stecken aber bis jetzt noch in den Kinderschuhen. "Eines Tages aber", so Prof. Bernd Radig vom Lehrstuhl für Bildverstehen und wissensbasierte Systeme an der TU München, "können zum Beispiel Behinderte auf mehr Selbstständigkeit hoffen, denn einige medizintechnische Firmen interessierten sich in Hannover bereits für die neue Technologie." Sie denken beispielsweise über Steuerungen für Rollstühle und PCs nach. Aber es könnte auch müde Fahrzeuglenker rechtzeitig vor einem drohenden Sekundenschlaf warnen und so auf Straßen und am Himmel folgenschwere Unfälle verhindern helfen. Spiele und Lernsoftware werden sicher noch lange Zeit ein heißes Thema bleiben, das eine bei Jugendlichen, das andere bei deren Eltern.

"Damit Deutschland ein Land der Ideen und Innovationen bleibt" hat ThyssenKrupp 2004 die Initiative "Zukunft Technik entdecken" ins Leben gerufen. Die Initiative will den Dialog zum Thema Technik quer durch alle gesellschaftlichen Gruppen und Altersklassen fördern.
Wer es nicht nach Hannover geschafft hat, kann sich beim Wissenschaftssommer im Juli in München ebenfalls ein Bild von dem "Computer mit Blickkontakt" machen.

Kontakt:
Matthias Wimmer / Simone Hämmerle
TU München
Lehrstuhl für Bildverstehen und Wissensbasierte Systeme
Boltzmannstraße 3
85748 Garching
Tel (089) 2 89-1 77 84
Fax (089) 2 89-1 77 57
E-Mail matthias.wimmer@informatik.tu-muenchen.de, haemmerl@in.tum.de
Internet http://www.abayfor.de/forsip, http://www.forsip.de
Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Christine Kortenbruck | idw
Weitere Informationen:
http://www.abayfor.de/forsip
http://www.forsip.de

Weitere Berichte zu: Bildverstehen FORSIP Körpersprache Mimik Mimikerkennung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Industrie 4.0: Fremde Eindringlinge im Unternehmensnetz erkennen
16.04.2018 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Die Thermodynamik des Rechnens
11.04.2018 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nachhaltige und innovative Lösungen

19.04.2018 | HANNOVER MESSE

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur optischen Kernuhr

19.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics