Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kleine Telefonanlage ohne Zentrale – mit Peer-to-Peer

04.04.2006


Siemens hat ein Telefonsystem entwickelt, das ohne Telefonanlage auskommt. Die Telefone sind bei HiPath BizIP direkt miteinander vernetzt und kommunizieren ähnlich einer Tauschbörse im Internet (Peer-to-Peer, kurz P2P), wo Computer auch ohne den Umweg über einen zentralen Server Daten austauschen. Die Lösung, die zunächst für bis zu 16 Telefone konzipiert wurde, richtet sich vor allem an kleine Unternehmen. Teure Installationen und Wartungen der Telefonanlage gehören damit der Vergangenheit an.



Die Entwickler von Siemens haben die Vermittlungsfunktion auf die Endgeräte verlagert. Der Nutzer schließt einfach Telefone des Modells BizIP-410 an ein bestehendes Netzwerk an. Die Endgeräte erkennen sich gegenseitig über die integrierten Peer-to-Peer-Protokolle und konfigurieren sich automatisch. Neu angeschlossene Telefone senden eine Nachricht an die anderen Geräte und erhalten umgehend die nächste freie interne Rufnummer. Die Konfigurationsdaten sind auf den Endgeräten gespeichert, das P2P-Protokoll benötigt lediglich 400 Kilobyte Platz. Falls ein Endgerät ausfällt, stellen andere Telefone die dort gespeicherten Daten bereit. Das macht die Anlage sehr zuverlässig.



Die Telefone haben die üblichen Funktionen wie Dreierkonferenzen, Anrufumleitung oder Makeln. Gleichzeitig können die Anwender mit Voice over IP über das Internet telefonieren. Ein Access Device von Siemens verbindet dabei das bestehende Firmennetz mit dem World Wide Web. So können auch Updates auf die einzelnen Telefone aufgespielt werden. Das kleine Kästchen mit dem Namen BizIP AD 20 stellt einen Ethernet-Anschluss für den Breitbandinternetzugang bereit und verfügt neben einem VoIP-fähigen Router, der allen Telefonen Zugang zu einem VoIP-Provider gibt, auch über zwei ISDN-Schnittstellen. So können Anrufe über das herkömmliche Festnetz getätigt und empfangen werden. Der Anschluss analoger Geräte ist ebenfalls möglich: Zwei Schnittstellen bieten Zugang für Fax oder eine Türsprechstelle.

Für HiPath BizIP ist Siemens auf der diesjährigen CeBIT mit dem Best-of-CeBIT-Award des Fachmagazins TeleTalk ausgezeichnet worden. (IN 2006.04.1)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Berichte zu: BizIP Endgerät Peer-to-Peer Telefon Telefonanlage

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb
27.06.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht Überschwemmungen genau in den Blick nehmen
27.06.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie