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Die Vergangenheit sehen - die Zukunft begreifen

22.03.2006


Der Gebrauch von geographischen Informationssystemen zur Erforschung des menschlichen Einflusses auf die Ökologie der Erde ist nicht neu. Jedoch ist der Einsatz solcher Systeme zur Ergründung von Reaktionen der Umwelt auf derartige Einflüsse neu und somit zum Gegenstand eines von der Europäischen Kommission geförderten Projekts geworden.



Keine Methode des Umweltschutzes kann ihren Nutzen ganz entfalten, wenn nicht klar ist, wie die entsprechenden Ökosysteme darauf reagieren. Für vergleichende sowie beurteilende Beobachtungen zu dessen Ergründung sind historische und auch geografische Daten notwendig.



Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen des TRANSPLANT-Projekts die kartographischen Daten über verschiedene Regionen bis ins 17. Jahrhundert zurück reichend ausgewertet. Mit Untersuchungen von Grundbucheinträgen zu Wald- und Wiesengebieten sowie deren Vergleich mit aktuellen GIS-Äquivalenten konnten grundlegende Veränderungen festgestellt werden.

Außerdem bot das verwendete GIS räumlich eindeutige Informationen. Dadurch konnten Analytiker diese Informationen anhand verschiedener Kriterien einteilen. Sie teilten die Informationen beispielsweise so auf, dass die Verbreitung einer Spezies, die Geomorphologie einer Vegetation oder selbst die Landnutzung gesondert bestimmt werden konnten.

Die herausgefilterten Ergebnisse verweisen weiterhin auch auf die Wirkung auf fragmentierte Lebensräume von Pflanzen, wonach eine veränderte Landnutzung einen deutlichen Einfluss auf traditionelle Verbreitungsformen ausübt. Des Weiteren stellte die Reaktion einer Gattung auf derartige Veränderungen eine Reflexion der physischen Konfiguration sowie der veränderten Anzahl geeigneter Lebensräume dar.

Weitere Studien sind notwendig, da herausgefunden wurde, dass Umweltschutzprogramme möglicherweise scheitern, wenn darin nicht der Blickwinkel von örtlichen Gefahrenherden auf die Landschaften ganzer Regionen ausgeweitet wird. Diese Ergebnisse können neben der Verwendung durch Umweltschutzbehörden auch an Hochschulen und zur Erforschung von Demographie, regionaler Dynamik und Geschichte der Landnutzung verwendet werden.

Prof. Ove Eriksson | ctm
Weitere Informationen:
http://www.su.se

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