Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"iManual" oder Der "Siebener BMW hilft DVD-Recordern"

26.01.2006


Erste Früchte der Kooperation von Universität Siegen und Fraunhofer FIT.



Papier ist geduldig - über gedruckte Bedienungsanleitungen mit nutzlosen und unverständlichen Ratschlägen haben die meisten von uns schon mal ärgerlich den Kopf geschüttelt. Abhilfe in einem neuen Medium verspricht iManual, ein Konzept für die Integration von (Fern-)Bedienung und Benutzerhilfe in einem PDA, mit einem Demonstrator für elektronische Fahrerunterstützungssysteme im Siebener von BMW. Ähnlich wie die universelle Fernbedienung heute wäre ein solcher PDA für ein breites Spektrum von Geräten nutzbar, würde aber weit über die Unterhaltungselektronik hinaus die Bedienung von Haushaltsgeräten und Autos unterstützen und auch von Servicetechnikern bei Reparatur und Wartung von Anlagen eingesetzt werden können. Zu den Kernideen des iManual-Konzepts gehört, dass

... mehr zu:
»Bedienung »PDA


- die Geräte und Anlagen ihre aktuellen (Fehler-) Zustände (etwa per bluetooth) an den PDA melden, so dass der zutreffende Hinweise für die Bedienung oder Fehlerbehebung geben kann,

- die Benutzerhilfe didaktisch optimiert auf den jeweiligen Benutzer zugeschnitten ist, z. B. mit der tatsächlichen Bedienung in einunddemselben Bildschirm des PDA integriert ist und

- der PDA bei seiner Benutzerhilfe (z. B. per WLAN) Informationen und Dienste aus dem Web nutzt.

Das Konzept und der Demonstrator für die Siebener von BMW sind eins der ersten, viel versprechenden Resultate der Zusammenarbeit zwischen der Universität Siegen und dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT. In dieser langfristig angelegten, gerade mit einem Kooperationsvertrag rechtlich unterfütterten strategischen Partnerschaft mit dem Fraunhofer-Institut FIT schafft die Universität Siegen die Voraussetzungen dafür, dass leistungsfähige StudentInnen aus der Wirtschaftsinformatik sehr intensiv in die angewandte Forschung eines Fraunhofer-Instituts einbezogen werden und für ihre Diplomarbeiten und Dissertationen an komplexen Forschungsprogrammen mitarbeiten können.

Das Fraunhofer-Institut FIT profitiert zum einen von dem so mit aufgebauten Pool an hochqualifizierten KandidatInnen für seine Wissenschaftler-Stellen. Zum andern bieten deren Diplomarbeiten und Dissertationen deutlich mehr Raum als die Fraunhofer-typischen Kooperationsprojekte mit Unternehmen dafür, wissenschaftliche Fragen systematisch aufzuarbeiten und Fundamente für innovative Lösungen zu legen.

Einer der Promotoren dieser Zusammenarbeit ist Prof. Dr. Volker Wulf, Wirtschaftsinformatiker an der Universität Siegen mit dem Lehr- und Forschungsgebiet "Wirtschaftsinformatik und Neue Medien". Von dort stammen ein wesentlicher Teil des iManual-Konzepts und der Demonstrator. Die enge Kooperation mit Fraunhofer FIT erstreckt sich u. a. auch auf ein gemeinsames Projekt für die Deutsche Telekom. Es soll die Möglichkeiten der Benutzer von mobilen Geräten (Handy, Smartphone, PDA) verbessern, diese Geräte auf die jeweiligen individuellen Bedürfnisse zu konfigurieren und so deren Leistungspotential und verfügbare Dienste möglichst gut zu nutzen.

Kontakt:
Alex Deeg
pr@fit.fraunhofer.de
+49 (0) 22 41/14-22 08

Alex Deeg | idw
Weitere Informationen:
http://www.fit.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Bedienung PDA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Brain-Computer-Interface: Wenn der Computer uns intuitiv versteht
18.01.2017 | Technische Universität Berlin

nachricht »Lernlabor Cybersicherheit« startet in Weiden i. d. Oberpfalz
12.01.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

23.01.2017 | Geowissenschaften

Immunabwehr ohne Kollateralschaden

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie