Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Maschinelle Übersetzung jetzt Open Source - DFKI und GlobalWare präsentieren LOGOS Open Source

13.09.2005


LOGOS wird Open Source. GlobalWare AG und DFKI präsentieren eines der ersten kommerziellen Systeme für Maschinelle Übersetzung unter einem Open Source Lizenzmodell: Ab jetzt kann jeder LOGOS benutzen, testen, die Algorithmen verbessern, anpassen und in seine Applikationen integrieren.


MT Summit X 2005 in Phuket, Thailand, die wichtigste Konferenz für Maschinelle Übersetzung, ist um eine Sensation reicher. Die Ankündigung von DFKI und GlobalWare räumt ein wesentliches Hindernis für die zügige Weiterentwicklung der Maschinellen Übersetzung aus dem Weg: LOGOS wird als Open Source angeboten. Nach 30 Jahren intensiver wissenschaftlicher Arbeit und industrieller Entwicklung haben sich vier Systeme für Maschinelle Übersetzung am Markt etabliert - darunter LOGOS, in dessen Entwicklung insgesamt 140 Millionen Euro geflossen sind. Zahllos waren die Systeme aus der Forschung und in thematisch begrenzten Bereichen erreichten sie eine hohe Übersetzungsqualität, konnten aber im Einsatz in offenen Domänen nicht mithalten.

Die GlobalWare AG, die die LOGOS-Sprachtechnologie besitzt und einsetzt, entschied sich für diesen Schritt, um die Marktdurchdringung zu intensivieren und eine raschere Weiterentwicklung der Technologie zu initiieren. Das DFKI implementierte die Open Source Version von LOGOS in enger Zusammenarbeit mit GlobalWare.


Joerg Ott, CEO der GlobalWare AG erklärt: "Durch diesen Schritt wird die Benutzer- und Entwicklerbasis vergrößert, die in LOGOS verwendeten Algorithmen werden verbessert und die thematische Breite wird um inhaltliche Tiefe ergänzt. LOGOS wird Open Source: Davon werden die Nutzer der LOGOS-Sprachtechnologie profitieren."

Prof. Dr. Hans Uszkoreit, Wissenschaftlicher Direktor am DFKI: "Die Öffnung der Übersetzungstechnologie für Forschung und Weiterentwicklung bewirkt eine intellektuelle Entfesselung für den Bereich der Maschinellen Übersetzung." und weiter: "Das erste Mal können Entwickler neuer Systeme auf einem hohen Niveau aufsetzen und somit unmittelbar an einer Verbesserung der Übersetzungsqualität arbeiten, ohne zuerst ein eigenes Basissystem zu implementieren, dessen Leistungsfähigkeit im Vergleich mit den kommerziellen Lösungen abfällt."

Der MT Summit wird von den drei großen internationalen Verbänden für maschinelle Übersetzung getragen und in diesem Jahr von der Asia-Pacific Association for Machine Translation (AAMT) ganz bewusst in einer Region abgehalten, die sich von den Tsunamischäden des Jahres 2004 erholt. www.aamt.info/, www.tcllab.org/Pages/mtsummit.html/

Die GlobalWare AG ist eine börsennotierte Gesellschaft mit Sitz in Eisenach. Der Tätigkeitsbereich der Gesellschaft umfasst unter anderem die linguistische Tool-Entwicklung sowie Consulting und Support im Bereich HLT (Human Language Technology). Das LOGOS® MT-System (MT = Machine Translation) sowie die LOGOS® KM-Suite (KM = Knowledge Management) sind die Kernelemente der Technologieentwicklungssparten der Gesellschaft im Bereich HLT.

Das DFKI ist als Private-Public-Partnership organisiert mit Großunternehmen, Mittelständlern, den Ländern Rheinland-Pfalz und Saarland als Gesellschaftern der DFKI GmbH und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als wichtigem Projektförderer. Die Industrie hat die Mehrheit im Aufsichtsrat. Das Motto des DFKI ist "Innovation pur". Inhaltliche Schwerpunkte sind Wissensmanagement, Intelligente Visualisierung und Simulation, Deduktion und Multiagentensysteme, Sprachtechnologie, Intelligente Benutzerschnittstellen, Bildverstehen, Mustererkennung und Wirtschaftsinformatik. Ohne staatliche Grundfinanzierung, also durch reine Auftrags- und Projektforschung hat sich das DFKI seit der Gründung 1988 zum weltweit größten Zentrum für intelligente Softwaretechnologien entwickelt mit aktuell über 200 Mitarbeitern und einem Finanzierungsvolumen von knapp 18 Mio. Euro in 2004. Das DFKI wirkt für hochbegabte Wissenschaftler als eine Art Durchlauferhitzer für eine Karriere als Unternehmensgründer, Industrie-Forscher oder Hochschullehrer.

Mehr zu LOGOS Open Source unter: logos-os.dfki.de
Die Software kann über die URL www.logos-mt.com
bezogen werden.

Mehr Informationen zu GlobalWare unter:
www.globalware.ag/

DFKI-Kontakt:
Prof. Dr. Hans Uszkoreit
Email: hans.uszkoreit@dfki.de

DFKI-Pressekontakt:
Reinhard Karger, M.A.
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH
Stuhlsatzenhausweg 3
D-66123 Saarbrücken
Tel.: +49 681-302 5253, Fax: +49 681-302 5341
Mobil: 0177 2422118
email: reinhard.karger@dfki.de

Reinhard Karger M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfki.de

Weitere Berichte zu: DFKI GlobalWare LOGOS Maschinell Open Source Übersetzung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder
19.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab
18.01.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie