Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Know-how und Kräfte gebündelt

22.01.2001


... mehr zu:
»Alto »Datenspeicher »EML »Holographisch »Labor
European Media Laboratory (D) und Forscher der Stanford University (USA) arbeiten zusammen - Schwerpunkte: Holographische Speichermedien (tesa-Film) und Internet-Labors

Heidelberg. Mit einem neuen, hochkarätigen Kooperationspartner startet das European Media Laboratory (EML) ins neue Jahrtausend: Das Heidelberger Forschungsinstitut schloss jetzt einen dreijährigen Kooperationsvertrag mit der Forschungsgruppe von Prof. Lambertus Hesselink von der Stanford University, Palo Alto, ab. Das Abkommen umfasst zum einen die Zusammenarbeit an zwei Forschungsprojekten: Holographische Speichermedien und sogenannte "CyberLabs", experimentelle Labors, die man über das Internet bedienen kann. Zum anderen ist der gegenseitige Austausch von Wissenschaftlern und Studierenden zwischen den USA und Deutschland vorgesehen. Universitäre Partner des EML für diesen Austausch sind die Universität Mannheim und die International University in Germany (IU), Bruchsal. Außerdem werden das EML und Stanford gemeinsame "Summer Schools" für Nachwuchswissenschaftler ins Leben rufen - der erste Kurs ist für diesen Sommer geplant. Finanziell unterstützt wird die Kooperation von der gemeinnützigen Klaus Tschira Stiftung mit einem Beitrag von 320.000 EURO jährlich.

"Beide Einrichtungen arbeiten schon länger an ähnlichen Themen", so EML-Direktor Prof. Andreas Reuter bei der Vertragsunterzeichnung in der Villa Bosch in Heidelberg. "Jetzt können wir die Synergien optimal nutzen." Dies zeigt sich vor allem beim Projekt holographische Speichermedien, einem Bereich mit hohem Entwicklungspotential. Dabei kann eine große Datenmenge mit einem Laser als Hologramm auf kleinstem Raum in den Datenträger geschrieben werden. Dr. Steffen Noehte, Leiter des EML-Projekts "OptiMem", hatte vor knapp drei Jahren entdeckt, dass sich die Polymerstruktur von tesa-Film sehr gut als holographischer Datenträger eignet. Der Stanford-Professor Lambertus Hesselink ist einer der weltweit führenden Spezialisten auf dem Gebiet der optischen, insbesondere holographischen Speicherverfahren. Ziel der Kooperation zwischen Palo Alto und Heidelberg: die Technologie des Schreibens und Speicherns so zu optimieren, dass dieses Verfahren jeder gegenwärtigen Technologie überlegen ist. Das Einsatzspektrum der Datenspeicher reicht vom kompakten und preisgünstigen Speichermedium für Westentaschencomputer und digitale Videokameras bis zum Datenspeicher zum Aufkleben: ein modifizierter tesa-Film, in den ein winziges individuelles Hologramm geschrieben wird. Die darin enthaltene Datenmenge ist ca. 250 Mal größer als ein herkömmlicher Barcode und erlaubt deshalb auch die fälschungssichere Kennzeichnung von Produkten. Anwendungspartner des EML im Forschungsprojekt Holographische Speichermedien ist der Hersteller von tesa-Film, die Beiersdorf AG, Hamburg.

Das zweite Projekt im Rahmen der Vereinbarung beschäftigt sich mit experimentellen Laboratorien, in denen die Nutzer über das Internet an realen Versuchsaufbauten experimentieren können. Damit sind die Wissenschaftler beider Gruppen in der Lage, gemeinsam an Experimenten zu arbeiten. Grundlage dafür ist das bereits bestehende "CyberLab" in Stanford. Die Vorteile gegenüber einem herkömmlichen Labor: Die Nutzer haben zu jeder Zeit und von jedem Ort aus die Möglichkeit zu experimentieren. Außerdem sind die Kosten wesentlich niedriger. Ein weiteres Internet-Labor an der Universität Mannheim (am Lehrstuhl Informatik V, Prof. Reinhard Männer) soll das Angebot erweitern und den Austausch verstärken. Gedacht ist auch an ein Labor speziell für Schüler, um das Interesse für Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften zu fördern.

Die European Media Laboratory GmbH (EML) ( http://www.eml.villa-bosch.de) ist ein privates Forschungsinstitut für Informationstechnik und ihre Anwendungen. Im Zentrum des Interesses steht die Entwicklung neuer, intelligenter Methoden der Informationsverarbeitung zum Nutzen des Einzelnen und der Gesellschaft. Die EML-Forscher arbeiten eng mit Universitäten und der Industrie zusammen. Derzeit bearbeitet das EML im wesentlichen Forschungsprojekte der gemeinnützigen Klaus Tschira Stiftung (KTS) (http://www.kts.villa-bosch.de). Ebenso wie die KTS ist das European Media Lab in der Villa Bosch in Heidelberg beheimatet, dem ehemaligen Wohnsitz des Nobelpreisträgers Carl Bosch (1874 - 1940).
Die Hesselink Group at Stanford University ( http://aa.stanford.edu/~holovis) forscht unter anderem auf den Gebieten optische Signalverarbeitung und optische Datenspeicher. Lambertus Hesselink ist Professor of Electrical Engineering and Applied Physics an der Stanford University, Palo Alto, California.

Für weitere Informationen und Bildmaterial wenden Sie sich bitte an:

Dr. Peter Saueressig
European Media Laboratory GmbH
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +49-6221-533-245
Fax: +49-6221-533-198 
peter.saueressig@eml.villa-bosch.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Dr. Peter Saueressig | idw

Weitere Berichte zu: Alto Datenspeicher EML Holographisch Labor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Der Form eine Funktion verleihen
23.06.2017 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Zukunftstechnologie 3D-Druck: Raubkopien mit sicherem Lizenzmanagement verhindern
23.06.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften