Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Augmented Reality wird beleuchtet

08.08.2005


Informatiker der Universität Manchester haben zwei neue Algorithmen entwickelt, die die korrekte Ausleuchtung virtueller Objekte sicherstellen, welche in reale Bilder eingefügt werden.



Die Erweiterte Realität oder Augmented Reality (AR) nutzt computergenerierte Grafiken, um real existierende Aufnahmen zu verbessern. Das Ziel dabei ist es, diese AR-Technik soweit voranzubringen, dass der Betrachter keinen Unterschied mehr zwischen virtuellen und realen Bild- bzw. Filmkomponenten wahrnehmen kann. Dabei besteht eine der Hauptschwierigkeiten in einer realistisch wirkenden Ausleuchtung der virtuellen Komponenten.



Mit dem IST-Projekt ARIS haben Informatiker der Universität Manchester diese Herausforderung angenommen und zwei Algorithmen dafür entwickelt. Der eine davon erstellt aus dem Bild eine Ausleuchtungskarte, der andere simuliert die Beleuchtung der in diesem Bild platzierten virtuellen Objekte.

Das Innovative an ersterem Algorithmus ist das vollkommen automatisierte Extrahieren der Ausleuchtungsdaten, woraus sich ein erheblicher Zeitgewinn gegenüber anderen derzeit angewendeten Verfahren ergibt. Zu den benötigten Eingabedaten gehören Digitalbilder der verspiegelten Kugel und des Eichrasters sowie ein geometrisches Modell der Szene. Vor der Erstellung der Ausleuchtungskarte korrigiert der Algorithmus die Abweichungen in den Digitalaufnahmen und berichtigt auch Weißabgleichprobleme.

Sobald die Ausleuchtungskarte erstellt ist, wird der Lichtsimulationsalgorithmus aktiviert, um die eingefügten virtuellen Objekte abzutönen. Es können sowohl natürliche (z.B. die Sonne) als auch künstliche Lichtquellen eingefügt werden. Von den virtuellen Objekten reflektierte Lichteffekte, sogenannte Spiegeleffekte, deckt der Algorithmus ebenfalls ab. Bei Filmanwendungen muss ein Ausgleich zwischen der Bildwiederholrate und dem vom Algorithmus erzeugten Grad an Schattendetaillierung getroffen werden.

Mit den neuen Algorithmen erzeugte Bildbeispiele können online unter aig.cs.man.ac.uk/gallery/ARIS betrachtet werden. Firmen im Bereich Video- bzw. Filmnachbearbeitung bilden die Hauptzielgruppe für diese neuen Algorithmen, die als Prototyp in einem Paket und mit internetbasierter Schnittstelle angeboten werden.

Simon Gibson | ctm
Weitere Informationen:
http://www.man.ac.uk/
http://aris-ist.intranet.gr/

Weitere Berichte zu: Algorithmen Algorithmus Augmented Ausleuchtungskarte Reality

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten
22.08.2017 | Fraunhofer IPM

nachricht Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement
21.08.2017 | ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie