Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verbesserte Bilder für eine neue Realität

26.07.2005


Die Kombination computergenerierter Bilder mit wirklichkeitsgetreuen Szenen wird für eine Vielzahl von Sektoren einschließlich Fertigung und Technik zu einer Notwendigkeit. Das Ziel des EU-Projekts ARIS bestand in der nahtlosen Integration dieser zwei Aspekte zur Erzeugung einer augmentierten Realität (AR).



Im Rahmen des Projekts sollten zwei Anwendungsszenarien entwickelt werden - ein interaktives AR-System und ein mobiles AR-Gerät. Das wichtigste Ziel bestand darin, verbesserte technologische Lösungen anzubieten, um neue Geschäftschancen innerhalb der EU zu schaffen.



Trotz der Nachfrage nach zuverlässigen AR-Systemen können die meisten derzeit erhältlichen Displaygeräte nur Bilder mit Kontrastverhältnissen von weniger als zwei Größenordnungen anzeigen. Die Herausforderung, der sich die Projektpartner stellen mussten, bestand daher darin, neuartige Farbtransformationsoperatoren und psychophysische Rahmen zur Validierung von AR-Bildern zu entwickeln.

An der Universität von Bristol wurde ein neuer Algorithmus erarbeitet, der Aspekte des menschlichen Sehvermögens simulieren kann und dabei die Reaktionen der Netzhaut auf Licht berücksichtigt. So konnten Bilder erzeugt werden, die lebensechten Szenen stark ähnelten. Dieser Effekt wird durch die Abbildung in einer Reihe von Leuchtdichten erzeugt, die auf einem Display mit einem niedrigen Kontrastverhältnis angezeigt oder gedruckt werden können.

An der Universität wurden verschiedene Wahrnehmungsexperimente durchgeführt, bei denen verschiedene Parameter wie Texturauflösung und Detailgrad betrachtet wurden. Die entwickelten Farbtransformationsoperatoren eignen sich nicht nur für statische Bilder, sondern auch für Animationen, wodurch deren Anwendungsumfang deutlich erweitert wird.

Die hier beschriebene Technologie kann für die Komprimierung von hochdynamischen Abbildungen auf Grundlage von Wahrnehmungsdaten genutzt werden. Als solche kann sie für eine Vielzahl von Bereichen wie Computerspiele und optische Effekte verwendet werden. Die Forscher der Universität von Bristol sind an Partnerschaften mit industriellen Unternehmen interessiert, die aktiv in diesen Bereichen tätig sind.

Alan Chalmers | ctm
Weitere Informationen:
http://www.bris.ac.uk/

Weitere Berichte zu: AR-System Abbildung Farbtransformationsoperator

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Europäisches Konsortium baut effizientestes Rechenzentrum der Welt
22.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

nachricht Geheime Datensammler auf dem Smartphone enttarnen
21.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Zellen auf Wanderschaft: Falten in der Zellmembran liefern Material für nötige Auswölbungen

23.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Magnetfeld-Sensor Argus „sieht“ Kräfte im Bauteil

23.11.2017 | Physik Astronomie

Max-Planck-Princeton-Partnerschaft in der Fusionsforschung bestätigt

23.11.2017 | Physik Astronomie