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Photonische Netze als Schlüssel zu den "Next Generation Networks"

04.05.2005


In der modernen Telekommunikation zeichnet sich eine immer stärkere Dominanz paketorientierter Übertragungen ab. Zugleich werden die zukünftigen Netze wesentlich höhere Bandbreiten als bisher verkraften müssen. Trends wie diese zeichneten sich anlässlich einer Fachtagung über photonische Netze ab, zu der die Informationstechnische Gesellschaft im VDE (ITG) internationale Experten nach Leipzig eingeladen hatte.

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Die Entwicklung der Kapazitäten für paketorientierte Übertragungen steigt überproportional. So lag die Zahl der Anschlüsse im Oktober 2004 bei 5 Millionen, im März 2005 aber bereits bei 6.5 Millionen. Im Laufe des Jahres 2007 soll den Prognosen zufolge die Hürde von 10 Millionen überschritten werden. „Neben diesem Massenmarkt für den Internet Acces wird zusätzlich die Erhöhung von Anschlusskapazitäten zu Teilnehmern bis hin zu 100 Mbit/s international diskutiert, die durch Glasfaser basierte Zugänge bereitgestellt werden müssen“, verdeutlichte Ralf-Peter Braun von der T-Systems International GmbH. Auf diese könnten Tripple Play Services für Video-, Voice- und Data Applikationen über skalierbare und zukunftssichere Anschlussleitungen bereitgestellt werden.

Braun zufolge erfährt Carrier Ethernet ein zunehmendes Interesse sowohl bei der Ethernet Transport Technik als auch bei den Ethernet Transport Services, die in die MAN und WAN-Netze der Betreiber drängen. „Carrier Ethernet ist noch nicht standardisiert, es bietet aber eine kosteneffiziente, nahtlose Technologie von LANs über MANs bis hin zum WAN“, machte Braun deutlich. Diese paketorientierte Plattform benötige keine zusätzlichen Interfaces oder Mappingverfahren und werde über eine Kontrollebene gesteuert. Die Weiterführung zu einer 100GE Technologie zur direkten hochbitratigen Verbindung von Metro Ethernet Netzen über einen Wellenlängenkanal trage dem Bedarf an WAN Ethernet Services, der Kapazitätserwartung sowie der Skalierbarkeit und Kosteneffizienz Rechnung.


Erfolgreiche Verbindung von Speichernetzwerken über große Entfernungen

Mit der Entfernungsproblematik bei der Verbindung von Storage Area Networks (SAN) über das optische Netz hat sich Armin Erhardt vom SSC ENPS Technologiezentrum von T-Systems International intensiv auseinandergesetzt. SANs sind separater Teil der lokalen Netze in größeren Rechenzentren und dienen in erster Linie der Sicherung und Verwaltung des produzierten Datenbestands. Die Infrastruktur dieser Netze basiert aus Kostengründen in den meisten Fällen auf optischen Multimodefasern. Die in diesen Netzwerken zu überbrückenden Entfernungen gingen bisher selten über 1 km hinaus.

„Durch den Einbau von Zusatzgeräten und Modifikation der Protokolle ist es nunmehr möglich, Speichernetzwerke über beliebige Entfernungen miteinander zu verbinden“, erläuterte Erhardt. Je nach Anforderung des Kunden könnten diese Verbindungen von Rechenzentren permanent oder temporär sein. Entsprechend müssten durch den Netzbetreiber, der den Dienst des Datentransfers übernehme, im Transportnetz die den jeweiligen Anforderungen gerecht werden Netze und Netzplattformen eingesetzt werden.

Erhardt zufolge erfolgt die Umsetzung der Datentransferprotokolle auf Protokolle des Transportnetzes, und zwar an den Übergabestellen der Daten vom SAN-Betreiber zum Transportnetz. „Das Management des SAN und das Management des Transportnetzes müssen sauber voneinander getrennt und die Qualität der Signale an den Übergabestellen überwacht werden“, verdeutlichte Erhardt.

Dr. Rolf Froböse | VDE
Weitere Informationen:
http://www.vde.com

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