Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kino in der Westentasche

22.02.2005


Kinofilme mit brillantem Bild und starkem Sound auf dem Handy oder PDA in Echtzeit gucken - die Kombination zweier Kompressionsverfahren macht es möglich. Auf der CeBIT präsentieren Fraunhofer-Forscher die neue Multimedia-Technologie in Halle 9, Stand B36.



Der nächste Flieger nach Berlin startet erst in knapp zwei Stunden. Zeit genug sich einen Kinofilm anzuschauen. Also Handy raus, online einen Film aussuchen, sich bequem im Sessel zurücklehnen und den Kino-Hit in guter Qualität anschauen. Noch ist das Zukunftsmusik. Aber Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen haben die Grundlagen für das Kino im Westentaschenformat gelegt: Sie kombinieren ihre für den Einsatz in mobilen Geräten optimierte Software für die Audio- und Videokompressionsverfahren MPEG-4 High Efficiency Advanced Audio Codec (HE-AAC) und MPEG-4 Advanced Video Codec (AVC/H.264). So ist es möglich Ton und bewegte Bilder in hoher Qualität in Echtzeit zum Beispiel auf UMTS-Handys zu übertragen. Das zeitraubende Herunterladen von Filmdateien wird überflüssig.

... mehr zu:
»Codec »Echtzeit »Handy »MPEG-4 »Westentasche


Das Audiocodierverfahren MPEG-4 HE-AAC liefert bereits bei Datenraten von nur 48 kBit/s sehr guten Stereo-Ton. Zum Vergleich: MP3 wird meist bei 128 bis 160 kBit/s eingesetzt. Und mit dem Videokompressionsverfahren MPEG-4 AVC/H.264, das Forscher des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz HHI mitentwickelt haben, können Videos mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixeln bereits ab einer Datenrate von 128 kBit/s übertragen werden. "Die Kombination beider Codecs ermöglicht eine qualitativ hochwertige Wiedergabe von Filmen auf mobilen Endgeräten", fasst Harald Popp, Leiter der Abteilung "Multimedia Echtzeitsysteme" am IIS, zusammen.

Die neue Multimedia-Technologie eröffnet viele Möglichkeiten: "Es gibt Millionen geeignete Handys und PDAs. Mit diesen Verfahren kann jedes Gerät zu einem Kino werden, das man in der Westentasche mit sich herumtragen kann", beschreibt Popp eine Anwendung. Die Technologie ermöglicht aber zum Beispiel auch Video-Telefonie über das Handy in guter Qualität.

Auf der CeBIT können Besucher die neue Multimediatechnologie im Einsatz erleben. Dort zeigen die Entwickler Videofilme und Kino-Trailer als Kino für die Westentasche - übertragen in Echtzeit und über das lokale Funknetz WLAN.

Ansprechpartner:

Matthias Rose
Telefon: 0 91 31 / 7 76-30 11, Fax: -3 99
matthias.rose@iis.fraunhofer.de

Harald Popp
popp@iis.fraunhofer.de

Dr. Johannes Ehrlenspiel | idw
Weitere Informationen:
http://www.iis.fraunhofer.de
http://www.cebit2005.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Codec Echtzeit Handy MPEG-4 Westentasche

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder
19.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab
18.01.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie