Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationen für das vernetzte Leben

04.04.2001


... mehr zu:
»Diensteplattform »IMS »Komfort »Vernetzung
Unter dem Leitmotto »Innovationen für das vernetzte Leben« startet am 3. April 2001 in Duisburg ein richtungsweisendes Zukunftsprojekt: das Innovationszentrum Intelligentes Haus, kurz inHaus. Bedeutende
internationale und nationale Wirtschaftsunternehmen haben sich unter der Leitung des Fraunhofer Instituts für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS in Duisburg zu diesem Vorhaben zusammengeschlossen. Sie haben ihre Kompetenzen, Produkte und Dienste eingebracht, viele weitere Kooperationspartner und Sponsoren unterstützen und fördern das Projekt.

InHaus ist ein umfassendes Modell für künftiges Wohnen, Leben und Arbeiten in einem »Smart Environment« - in einer Umgebung also, in der vernetzte, automatisierte und ferngesteuerte Haushaltsfunktionen für beispiellosen Komfort sorgen, ganz neue Dienstleitungen erschließen, Ressourcen wie Brennstoffe und Wasser einsparen und Sicherheitsstandards auf ein neues Niveau heben.

Die Basis des Projekts ist die inHaus-Anlage in Verbindung mit einer Zugangs- und Diensteplattform. Die Anlage besteht aus mehreren Komponenten: Das Wohnhaus integriert alle Funktionen eines experimentellen, vernetzen Haushalts. Dazu gehören ein Wohn-Labor, ein Home Office, ein Multimedia-Car und ein intelligenter Garten. Das Werkstatthaus hat den Charakter einer Forschungs- und Entwicklungswerkstatt - mit den Funktionen eines Bad-Labors, eines Küchen-Labors, einer Handwerker-Werkstatt mit vier Arbeitsplätzen, eines Planungs- und Beratungslabors für Teleservice und einer Technikzentrale.

Bereits vor fünf Jahren begannen die ersten Vorbereitungen zum inHaus-Projekt. Die Idee lag nahe: Schon seit den 80er Jahren entwickelten Techniker und Marktstrategen erste Konzepte zur Datenvernetzung in Wohngebäuden. Doch der Durchbruch zum breiten Konsumentenmarkt blieb aus. Während das Internet eine Reihe von weltweit akzeptierten Standards und eine Vielzahl von Anwendungen hervorgebracht hat, die bisher überwiegend an Produkte der Telekommunikation und der Computerindustrie gebunden sind, blieben die übrigen Geräte und Infrastrukturen im Haushalt von der globalen Vernetzung weitgehend getrennt. Systeme, die einzelne Geräte und Komponenten im Wohnhaus miteinander verbinden, haben bis heute oft den Charakter von Insel-Lösungen. Heterogene Infrastrukturen und inkompatible Übertragungsstandards bestimmen vorerst noch weitgehend das Bild.

Was aber wäre, wenn sich das Internet im Wohnumfeld bis in die Geräte und Komponenten fortsetzen würde? Wenn hausintern die Heizung, die Alarmanlage, Wetter- und Anwesenheitssensoren, Leuchtkörper, die Auto-Elektronik und Haushaltsgeräte Daten miteinander austauschen und auch mit den Informationen im Internet abgleichen könnten, um Energie zu sparen, den Komfort oder die Sicherheit zu erhöhen? Ist das überhaupt machbar?

Das inHaus-Projekt soll helfen, all diese Fragen zu beantworten - nach dem Prinzip: konkret konzipieren, realisieren und dann in der Anwendung umfassend testen. Dabei geht es nie allein um die technische
Dimension. Mit Hilfe der inHaus-Aktivitäten werden auch Konzepte entwickelt und getestet, die Vernetzungs-Funktionen in den Zusammenhang mit moderner Wohnästhetik und Ergonomie, mit Aspekten wie Hygiene, Behaglichkeit und Lebensstil stellen - kurz: auch die
Kundenbedürfnisse und -wünsche werden berücksichtigt. Dabei sollen sie klären, welche Anwendungen überhaupt sinnvoll, wünschenswert, bedienbar und letztlich auch bezahlbar sind - wie es also mit ihren
jeweiligen Nutzeneffekten steht, mit ihrer Akzeptanz und mit ihren Marktchancen.

Einige Beispiele für die Innovations-Aktivitäten des inHaus-Projekts:

  • Entwicklung von Konzepten zur Vernetzung von Geräten und Komponenten mit unterschiedlichen Schnittstellen (Systemintegration aller Komponenten im Haus, wie z. B. Telefon, Audio, Video, TV, PC, Internet ...)
  • Planung, Konfiguration und Wartung integrierter Haussysteme
  • Entwicklung einer sicheren Zugangs- und Diensteplattform für das Heim der Zukunft
  • Entwicklung neuer Dienste für das Handwerk, etwa Fernabfrage und Fernsteuerung
  • Erprobung neuer Systeme für die Gebäude- und Personensicherheit (Einbruch, Feuer, Wasserbruch, Feuchte)
  • Entwicklung neuer Funktionen zur Ressourcenschonung und für mehr Behaglichkeit
  • Entwicklung von komfortablen Konzepten für Hygiene, Körperpflege und Wellness
  • Entwicklung von speziellen Anwendungen, die Ältere, Kranke und Behinderte unterstützen
  • Erprobung von neuem Wohnen und Arbeiten (home-working, home-shopping, home-eating, home-learning)
  • Erprobung neuer Bedientechniken
  • Untersuchung der Anwender-Aktzeptanz von Design und Funktion
  • Marktforschung und Erstellung von Marktanalysen

Die inHaus-Vertragspartner:
Ackermann, Burg-Wächter/Secu, Geberit, Honeywell, Liebherr, Merten, Miele, Siedle, Sony, Stadtwerke Duisburg, T-Nova Deutsche Telekom Innovationsgesellschaft mbh, Viessmann, Volkswagen, Fraunhofer IMS (Leitung), Henkel, Grothe, Winkhaus, Kaldewei.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

 Dr. Johannes Ehrlenspiel | idw

Weitere Berichte zu: Diensteplattform IMS Komfort Vernetzung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte
23.10.2017 | Universität Bielefeld

nachricht IT-Sicherheitslücken – Gefahr für die Produktionstechnik
23.10.2017 | Technische Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie