Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschlands Studierende auf dem Weg in die Wissensgesellschaft?

28.08.2000



Sozialforschungsstelle Dortmund (sfs) fragt im Auftrag desBMB+F: Wie nutzen Studierende elektronischen Fachinformationen?


Forschung und Lehre an den Hochschulen in Deutschland stehen vor einem tiefgreifenden Wandel. Das konventionelle System der Kommunikation im Forschungsbetrieb steht durch die rasante Entwicklung der elektronischen Fachinformationsmedien, angetrieben von der Internet-Revolution, vor dem Umbruch. Die Printmedien der wissenschaftlichen Fachverlage befinden sich bereits im Prozess der Überführung in digitalisierte Fachinformationen. Elektronische Zeitschriften, bibliographische Datenbanken und Forschungsnetzwerke entstehen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen ihr Wissen für Studierende auf den interaktiven, elektronischen Plattformen des Internets bereit.
Der zeit- und ortsunabhängige Zugang zu wissenschaftlichen Informationen wird für Studierende zu einem wichtigen Faktor für den Studienerfolg. Die Verbreitung innovativen Wissens wird sich in einem nie gekannten Ausmaß beschleunigen. Zugleich ’veraltet’ neues Wissen so rasant schnell, dass die Kompetenz im Suchen und Finden neuer, relevanter elektronischer Fachinformationen vor allem für Studierende, aber auch für Lehrende und für Unternehmen zu einer elementaren, lebenslangen Herausforderung wird.
Vor diesem Hintergrund ist die effektive Nutzung elektronischer Fachinformationen im Hochschulstudium ein zentrales Ziel der Forschungspolitik der Bundesregierung.


Doch welche elektronischen Fachinformationen benötigen und nutzen Studierende wirklich? Werden die Potentiale der neuen Fachinformationsmedien im Studium ausgeschöpft? Wie können durch verbesserte Integration elektronischer Fachinformationssysteme die Qualität des Studiums gesteigert, Studienzeiten verkürzt und Nutzungsbarrieren abgebaut werden? Diese Fragen will die Dortmunder Sozialforschungsstelle zusammen mit dem Lehrstuhl für Soziologie der Universität Dortmund und der Gesellschaft für Angewandte Unternehmensforschung und Sozialstatistik mbH (GAUS) beantworten.

Durchgeführt wird die Studie mit dem Titel "Nutzung elektronischer Fachinformation, -publikation und -kommunikation in der Hochschulausbildung" im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Bis März 2001 soll dem Ministerium ein Empfehlungskatalog überreicht werden, in dem sinnvolle Schritte zur Verbesserung der wissenschaftlichen Nutzung elektronischer Medien im Studium vorgestellt werden. Das Projekt verspricht konkrete Entscheidungshilfen zur Beseitigung von Hemmnissen, die der effizienten Arbeit mit elektronischen Fachinformationssystemen an deutschen Hochschulen entgegenstehen sowie einen Fahrplan in Richtung innovativer Nutzung elektronischer Fachinformationen. Dabei sollen vor allem die Studierenden selbst aus der Nutzer-Perspektive Anregungen zur Verbesserung der elektronischen Informationsmedien einbringen.
Das Projektteam an der Sozialforschungsstelle Dortmund wird in diesem Jahr Expertengespräche sowie drei große schriftliche Befragungen durchführen, in denen die Dekanate, die Hochschullehrenden und die Studierenden in ausgewählten Studienbereichen zu den Potenzialen und Barrieren der Nutzung elektronischer Fachinformationsmedien befragt werden.
Schwerpunkt der Studie werden jedoch Perspektiv-Workshops mit den Studierenden selbst sein, in denen praxisorientierte Maßnahmen zur Verbesserung der wissenschaftlichen Kommunikation durch die Integration elektronischer Fachinformation entwickelt werden sollen.
Die schnelle Verbreitung der Befunde der Studie soll natürlich auch über die elektronischen Netzwerke erfolgen, um eine rasche Umsetzung der Ergebnisse in praktische Maßnahmen zu erreichen.
Die WWW-Adresse, unter der Studierende, Hochschullehrende und Unternehmen nähere Informationen zum Projekt, zu den Projektergebnissen sowie eine umfangreiche Linkliste zu den Angeboten elektronischer Fachinformationen abrufen können, lautet:
www.stefi.de
(studieren mit elektronische Fachinformationen)


Kontakt:
Dr. Rüdiger Klatt
Konstantin Gavriilidis
Sozialforschungsstelle Dortmund
Landesinstitut
Evinger Platz 17
D-44339 Dortmund

Tel: 02 31 / 85 96 - 284 (Klatt)
Email: klatt@sfs-dortmund.de
Tel: 02 31 / 85 96 - 253 (Gavriilidis)
Email: gavriilidis@sfs-dortmund.de

Ingrid Goertz |

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Plattformübergreifende Symbiose von intelligenten Objekten im »Internet of Things« (IoT)
09.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

nachricht Von Fußgängern und Fahrzeugen: Uni Ulm und DLR sammeln gemeinsam Daten für das automatisierte Fahren
09.12.2016 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Speicherdauer von Qubits für Quantencomputer weiter verbessert

09.12.2016 | Physik Astronomie