Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TÜV für den schnellen Datenbus

11.10.2004


Bei bildgebenden Verfahren fallen besonders große Datenmengen an. In Netzwerken und industriellen Datenbussen werden sie oft über den schnellen Standard FireWire ausgetauscht. Fraunhofer IPMS ist als einzige Institution außerhalb der USA für Tests an den Geräten zertifiziert. Was dabei zu beachten ist und wie sie durchgeführt werden, demonstrieren Forscher auf der Messe VISION.



Hersteller datenintensiver Geräte wie digitale Videokameras, DVD-Rekorder und Home-Server nutzen als Übertragungsverfahren im allgemeinen FireWire (oder iLink), den Standard 1394 des Institute of Electrical and Electronics Engineers IEEE. Gegenüber USB 2.0, dem Universal Serial Bus von Intel, weist er mehrere Vorteile auf: Neben einer doppelt so hohen Bandbreite von bis zu 800 Megabit pro Sekunde besteht der hauptsächliche Unterschied darin, dass bei USB bis zu 127 Geräte über einen zentralen Computer miteinander kommunizieren können, während mit FireWire maximal 63 auch ohne Zentrale auskommen. Zudem ist eine feste Bandbreite gesichert. Auch in der Industrie haben sich FireWire-Hochgeschwindigkeitsdatenbusse längst etabliert, beispielsweise in der Prozessüberwachung oder Qualitätskontrolle. Damit sie funktionieren, muss sichergestellt sein, dass alle beteiligten Geräte der unterschiedlichen Hersteller die Vorgaben der Standardisierungsgremien erfüllen.

... mehr zu:
»Electronic »FireWire »IPMS »TÜV »VISION


"Ein einziger Störenfried kann das gesamte Netzwerk lahmlegen", weiß Michael Scholles, Leiter des Bereichs Electronic Systems am Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS. "Im Gegensatz zu Internet- oder Telefonverbindungen gibt es bei FireWire keine schlechten Verbindungen oder Aussetzer, sondern nur die Zustände ein oder aus." Vor kurzem hat das Gremium 1394 Trade Association das Institut als Testhaus für FireWire-Geräte zertifiziert. Damit ist es eine von weltweit zwei zugelassenen Stellen und die einzige außerhalb der USA. Die Tests lassen sich mit dem Prozedere beim TÜV vergleichen: Hersteller schicken ihre Geräte nach Dresden und die Wissenschaftler führen die vorgeschriebenen Prüfungen durch. Diese umfassen neben elektrischen Messungen vor allem, ob das Übertragungsprotokoll mit dem Standard konform geht. Ist alles in Ordnung, erhält das Gerät eine Prüfplakette. Industriekunden können diese Dienstleistung auch direkt bei sich in Anspruch nehmen.

Alternativ führt das Fraunhofer IPMS auf der VISION in Stuttgart, der internationalen Fachmesse für industrielle Bildverarbeitung und Identifikationstechnologien, eine im US-Sprachgebrauch "Plugfest" genannte Veranstaltung durch. Dort werden Geräte unterschiedlicher Hersteller gemeinsam getestet. Vom 19. bis 21. Oktober ist in Halle 2.0 zudem ein Demonstrator für eine FireWire800-fähige Kamera mit verdoppelter Datenrate zu sehen. Darüber hinaus Produkte, die eine störungsfreie optische Datenübertragung gewährleisten - selbst über große Distanzen und in rauher industrieller Umgebung.

Ansprechpartner:

Dr. Michael Scholles
Telefon: 03 51 / 88 23-2 01, Fax: -2 66, michael.scholles@ipms.fraunhofer.de

Dipl.-Kfm. Heiko Menzel
Telefon: 03 51 / 88 23-2 44, heiko.menzel@ipms.fraunhofer.de

Dr. Johannes Ehrlenspiel | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipms.fraunhofer.de/publications/y2003/txt_030819el.shtml
http://www.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Electronic FireWire IPMS TÜV VISION

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Quantentechnologie für neue Bildgebung – QUILT
25.04.2018 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Industrie 4.0: Fremde Eindringlinge im Unternehmensnetz erkennen
16.04.2018 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Im Focus: Molecules Brilliantly Illuminated

Physicists at the Laboratory for Attosecond Physics, which is jointly run by Ludwig-Maximilians-Universität and the Max Planck Institute of Quantum Optics, have developed a high-power laser system that generates ultrashort pulses of light covering a large share of the mid-infrared spectrum. The researchers envisage a wide range of applications for the technology – in the early diagnosis of cancer, for instance.

Molecules are the building blocks of life. Like all other organisms, we are made of them. They control our biorhythm, and they can also reflect our state of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Silizium als neues Speichermaterial für die Akkus der Zukunft

25.04.2018 | HANNOVER MESSE

IAB-Arbeitsmarktbarometer: Trotz Dämpfer auf gutem Niveau

25.04.2018 | Wirtschaft Finanzen

AWI-Forscher messen Rekordkonzentration von Mikroplastik im arktischen Meereis

25.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics