Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erhöhung der Betriebssicherheit von Flugzeugen durch Freiflug

28.09.2004


Das Konzept des Flugsicherungssystems (Flight Management System FMS) wurde erstmals in den Siebzigerjahren des zwanzigsten Jahrhunderts durch die Entwicklung von TERN-100 eingeführt. Seit diesen frühen Anfängen fand jedoch ein bedeutender Anstieg des Luftverkehrs statt, der zur Verkehrsüberlastung des Luftraumes und zur Verringerung der Flugzeugabstände führte. Dies macht eine neue Generation vom FMS erforderlich. Freiflug-FMS ist eine solche Lösung.



FMS ermöglicht der Flugbesatzung, den effizientesten Anflugsweg zu errechnen und dann den Autopilot bzw. die Flugleitanlage einzuschalten, damit das Flugzeug die programmierte Strecke fliegen kann. Während die frühen Systeme eine Kombination aus Flugleitrechnern (Flight Management Computer FMC) und Steuer- und Darstellungseinheiten (Control Display Units CDU) waren, können heutige Systeme auch neue Kommunikations-, Navigations- und Überwachungstechnologien (Communication, Navigation and Surveillance CNS-Technologien) umfassen.

... mehr zu:
»CNS-Technologie »FMS »Freiflug-FMS


Bei richtiger Anwendung erhöht FMS die situationsbezogene Aufmerksamkeit, ermöglicht eine geringere Cockpitbesatzung und steigert die Sicherheit und Betriebseffizienz des Flugzeugs. Des Weiteren wird das Flugverkehrsmanagement (Air Traffic Management ATM) seit kurzem zu seiner vollen Auslastung bei einem stetigem Flugverkehrszuwachs von 4 Prozent pro Jahr erweitert. CNS-Technologien können die Grundlage für ein erweitertes ATM, wie beispielsweise Freiflug, bilden.

Das auch als 3FMS bekannte Feiflug-FMS-Projekt strebte die Entwicklung einer anfänglichen Funktionsdefinition des europäischen Freiflug-FMS an. Dies machte Evaluierungsfunktionen und -verfahren sowie moderne FMS-Akzeptanz einschließlich der Einwilligung in Airbus-FMS erforderlich. Erreicht wurde dies durch das Festhalten an der klassischen Forschungs- und Entwicklungsmethode: Definition, Konstruktion und Prototyping, Entwicklung, Integration, Funktionsvalidierung und Betriebsevaluierung.

Es wurden unterschiedliche Ergebnisse erzielt, einschließlich eines Betriebskonzeptes zum Gate-to-Gate-Freiflug, zum Umgang mit Anzeigen für die Besatzung und der aufmerksamen Beobachtung sowie eines Definitionsvorschlags für die automatische Flugüberwachung (Automatic Dependant Surveillance Broadcast ADS-B). Wie jedoch bei den zumeist langfristig angelegten technologischen Lösungen im Luftraum üblich, ist der Zeitrahmen für die komplette Durchführung des Freiflug-Systems bis mindestens 2020 gesteckt.

Dies gibt dem siebenköpfigen Partnerkonsortium somit mehr Zeit, zahlreiche andere Projekte auszuwerten, insbesondere den Aufbau und die Durchführung des ASAS-Systems (Airborne Separation Assurance System). Somit sollte das 3FMS-Projekt sicherstellen, dass, wenn die Boeing 7E7 Dreamliner und der Airbus A380 zur Normalität geworden sind, der Luftverkehr die weltweit sicherste Beförderungsform bleibt.

Philippe Jasselin | ctm
Weitere Informationen:
http://www.thalesgroup.com/avionics/home/

Weitere Berichte zu: CNS-Technologie FMS Freiflug-FMS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Ergonomie am Arbeitsplatz: Kamera erkennt ungesunde Bewegungen
24.04.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht TU Ilmenau entwickelt Chiptechnologie von morgen
20.04.2017 | Technische Universität Ilmenau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Pharmacoscopy: Mikroskopie der nächsten Generation

25.04.2017 | Medizintechnik

Astronomen-Team findet Himmelskörper mit „Schmauchspuren“

25.04.2017 | Physik Astronomie

Heiß & kalt – Gegensätze ziehen sich an

25.04.2017 | Physik Astronomie