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Funky Shopping im Future Store - Siemens Business Services investiert weiter in RFID-Funktechnologie

15.07.2004


Siemens Business Services engagiert sich noch stärker bei der Funktechnologie RFID (Radio Frequency Identification): Der Siemens-Bereich tritt der „METRO Group Future Store Initiative“ bei. Ziel ist die Entwicklung neuer Techniken und Prozesse für den Einzelhandel. Und in New York testet das Unternehmen jetzt den Einsatz von RFID im Krankenhaus – Patienten tragen ihre Krankengeschichte im Funkarmband.



Das New Yorker Jacobi Medical Center hat Siemens Business Services mit einem Pilotversuch beauftragt: Patienten bekommen bei der Aufnahme in das Hospital ein Armband mit RFID-Chip. Darauf gespeichert ist die Patienten-Nummer. Das Krankenhaus-Personal nutzt PDAs oder Tablet-PCs mit RFID-Leser, um die Daten auszulesen. Ärzte und Schwestern können so in Sekundenschnelle die Patienten identifizieren – und erhalten online Zugang zu einer geschützten Datenbank mit Details zur Krankengeschichte. Das Krankenhaus versorgt im monatlichen Durchschnitt rund 2.000 Patienten, in den Pilotversuch sind 200 involviert.

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Siemens hat bereits heute mehr als ein Dutzend RFID-Projekte umgesetzt, darunter bei Airbus, Kaufhof und dem Otto-Versand. Dies sei aber nur der Anfang. „Das Interesse an RFID-Lösungen steigt sprunghaft, fast täglich erhalten wir Anfragen von Interessenten“, so Winfried Holz, Leiter des weltweiten Geschäfts mit IT-Lösungen bei Siemens Business Services „Wir sind mit einer Reihe von Interessenten in viel versprechenden Gesprächen; vor allem aus der Automobil- und Fertigungsindustrie sowie dem Einzelhandel.“ Siemens wird deshalb auch Mitglied der METRO Group Future Store Initiative. „Wir bringen hier unsere Erfahrungen aus dem RFID-Projekt mit der Kaufhof Warenhaus AG ein“, sagt Markus Kehrwald, Business Developer bei Siemens Business Services. „Dabei geht es um die Frage: Wie kann RFID ein Unternehmen wirtschaftlich erfolgreicher machen?“ In der Future Store Initiative kooperiert die METRO Group bereits mit SAP, Intel, IBM und anderen Partnern. Die Initiative testet neue Techniken und Systeme in der Praxis und entwickelt sie weiter. Langfristig sollen so weltweit einheitliche Standards für den Handel entstehen.

„Durch die Zusammenarbeit dreier Siemens-Bereiche haben wir ein einzigartiges RFID-Portfolio“, so Kehrwald weiter. „Siemens Business Services arbeitet als Prozessberater und Systemintegrator, der Bereich Automation and Drives ist Europas Marktführer bei industriellen Ident-Systemen und der Bereich Logistics and Assembly Systems ist der führende Anbieter im Bereich Logistik und Distribution“. Entsprechende Lösungen von Siemens zeigt das METRO Group RFID Innovation Center in Neuss – die wichtigsten Funktionen eines Distributionszentrums werden dort mit RFID gesteuert.

Der Beitritt zur Future Store Initiative ist bereits der dritte Meilenstein für Siemens innerhalb weniger Wochen auf dem RFID-Sektor: Zuvor wurden zwei Zentren für die Funktechnologie eröffnet: das mit Intel gemeinsam aufgebaute RFID-Forschungslabor bei München und das Magdeburger RFID-Zentrum des Fraunhofer-Instituts.

„Und wir investieren weiter in die Entwicklung von RFID-Lösungen, denn das hat Zukunft“, so Holz. Analysten von Forrester Research gehen von einem kräftigem Wachstum der Technologie aus: Wurden im Jahr 2003 weltweit rund 1 Milliarde RFID-Chips produziert, sollen es 2009 bereits 45 Milliarden sein.

Jörn Roggenbuck | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

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