Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovativer Archivdienst verleiht Informationsmanagement neue Bedeutung

29.06.2004


Die an Bibliotheken gerichtete Nachfrage, Informationen in modernen Informationsgesellschaften zur Verfügung zu stellen, hat zur Entwicklung von digitalen Informationsarchiven geführt. Diese wiederum haben die Art und Weise der Informationsstrukturierung, -verbreitung und - speicherung verändert.



Als Teil des SCHOLNET-Projekts wurden im Rahmen des OpenDLib verschiedene Dienste eingerichtet, die die Leistung und den Wert von digitalen Bibliotheken verbessern. Da digitale Informationen in mehreren Formaten und unterschiedlichen Kontexten verbreitet werden können, war es dringend notwendig, eine einzelne Quelle zu errichten, die all diese Formate und Kontexte verarbeiten kann.



Auf diesem Gedanken aufbauend hat der Archiv-Service von OpenDLib einen Dienst eingerichtet, der traditionelle Bibliotheksdienste mit digitalen Bibliotheksfunktionen kombiniert. Außerdem kann das Archiv plattformüberschreitende Formate wie das von Bibliotheksmitarbeitern genutzte MARC sowie das von der allgemeinen Öffentlichkeit verwendete RFC-1807-Format unterstützen. Diese Metadatenformate müssen deshalb mit den Strukturen des Digital Library’s Document Model (DoMDL) übereinstimmen und präsentieren als solche den ersten, flexiblen Mechanismus zur Unterstützung der steigenden Anforderungen und Bedürfnisse der digitalen Bibliothek.

Der Archiv-Service ist nicht nur ein leistungsfähiges Tool mit vielzähligen Eigenschaften wie abgeleiteten Metadatentypen und variablen Zeichenarten, sondern umfasst auch andere Merkmale wie Auswahl- und Suchfunktionen und personalisierte Dienste. Diese haben eine besondere Bedeutung für die Datennutzbarkeit, weil alle digitalen Informationen auswählbar, suchbar und an bestimmte Kriterien anpassbar sein müssen, damit sie sowohl nutzbar als auch wertvoll sind.

Im Rahmen des SCHOLNET-Projekts wurden aber mehr als nur Standardmerkmale für die entsprechenden Dienste festgelegt. Ein Teil des dynamischen Unterschieds liegt in der Art und Weise der Strukturierung der jeweiligen Dienste. Zum Beispiel ist der Auswahldienst mehr als nur eine Portallösung für die digitalen Nutzergemeinschaften des Projekts. Ein Problem bei Portalstrukturen besteht darin, dass immer dann ein neues Portal erforderlich wird, wenn die Community ihre Anforderungen neu definiert oder verändert. Der Auswahldienst aber erlaubt eine dynamische Selbststrukturierung des Inhalts oder der Portalbedingungen und bietet so einen weitaus flexibleren Service. Veränderte Kriterien bedürfen deshalb keiner Veränderung der Portale.

Der Anfragenvermittler, der Index und der Browser-Dienst bilden in Kombination mit dem Suchdienst verbesserte Tools mit unübertroffenen intelligenten Suchmaschinenfunktionen. Besonders mit dem Anfragenvermittler können Netzwerk-, Server- und Protokollfehler überwunden und dadurch Informationen verfügbar gemacht werden, wenn diese Eigenschaften nicht ausführbar sind. Als solches bietet die einfache Dynamik des SCHOLNET-Projekts ausgezeichnete Informationsvermittlungsfunktionen und sollte nicht nur zur Unterstützung derjenigen genutzt werden, die spezialisierte Informationsdienste benötigen, sondern für alle Informationsarchive der Zukunft.

Dr. Donatella Castelli | ctm
Weitere Informationen:
http://www.iei.pi.cnr.it

Weitere Berichte zu: Anfragenvermittler Archiv-Service OpenDLib Portal SCHOLNET-Projekt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb
27.06.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht Überschwemmungen genau in den Blick nehmen
27.06.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie