Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Software-Tools für industrielle CT-Untersuchungen

30.03.2004


Die Computertomographie (CT) gilt schon seit Jahren als eines der zuverlässigsten Verfahren für diagnostische Anwendungen in der Gesundheitsfürsorge. Doch CT-Untersuchungen eignen sich auch ebenso gut als zerstörungsfreie Technik für Inspektionszwecke in verschiedenen Industriezweigen. In einem von der EU finanzierten Projekt wurde eine Serie von robusten Software-Tools entwickelt, die einfache und schnelle Vergleiche zwischen CT-Scandaten und CAD-Modellen zulassen.



Im Gegensatz zu herkömmlichen Messverfahren wie etwa der optischen und taktilen Messung ist das CT-Verfahren nicht nur mit weniger Kosten- und Zeitaufwand verbunden, sondern kann in vielen Fällen auch genauere Ergebnisse liefern. So kann beispielsweise im Fall komplex geformter Komponenten eine Digitalisierung von internen Geometrien zu unannehmbar hohen Verzögerungen und damit zu Datenverlusten und verstärkten Problemen während der Vorverarbeitung bis hin zur Zerstörung des Bauteils führen. Demgegenüber können CT-Messungen Werkstück- und Werkzeugvalidierungen insbesondere bei der zerstörungsfreien Prüfung beschleunigen und vereinfachen.



Um den industriellen Einsatz des CT-Verfahrens zu optimieren und zu beschleunigen, wurde in diesem von der EU finanzierten Projekt eine Serie von Software-Tools entwickelt, die in der Lage sind, CT-Daten mit CAD-Modellen zu korrelieren. Eines der Tools gestattet die automatische Berechnung und Visualisierung von Abweichungen zwischen den gemessenen CT-Scandaten und den nominalen CAD-Daten Schicht für Schicht. Auf diese Weise ist der Benutzer in der Lage, die Ergebnisse in kürzester Zeit zu analysieren und bei festgestellten Problemen wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Mit Hilfe eines weiteren Tools werden die Daten in Form von aussagefähigen, eleganten Berichten zu den CT-Scanmessungen präsentiert, die anschließend zu Vergleichen mit den Nenndaten herangezogen werden können. Ein anderes Tool gestattet die automatisierte Analyse und Präsentation von Wiederholungsmessungen an einer Charge ähnlicher Produkte. Dieses Tool basiert auf einer Visual Basic-Plattform und ist höchst flexibel und unkompliziert in der Bedienung. Zudem lässt sich der Code problemlos auf die unterschiedlichsten Software-Plattformen und Programmiersprachen portieren.

Alle Tools sind speziell für die Erstinspektion mit CT-Scandaten ausgelegt und bieten verschiedensten Industriezweigen beachtliche Vorteile, beispielsweise im Hinblick auf eine erhebliche Reduzierung der Produktentwicklungszyklen, der Markteinführungszeiten und der zugehörigen Kosten. Industriezweige, die als Anwender dieser Tools in Frage kommen, sind unter anderem die Automobilindustrie, die Luft- und Raumfahrttechnik, die bahntechnische Industrie, die Hersteller von weißer und brauner Ware sowie die Kunststoffverarbeitungsindustrie und Metallgießereien.

Kontaktangaben:

Mr. Lieven de Jonge
METRIS N.V.
Interleuvenlaan 15D
3001 HEVERLEE, Belgien
Email: ldj@metris.be

Mr. Lieven de Jonge | ctm
Weitere Informationen:
http://www.metris.be

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht »Lernlabor Cybersicherheit« startet in Weiden i. d. Oberpfalz
12.01.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

nachricht Klick-Tagebuch: App-Projekt der HdM erlaubt neuen Ansatz in Entwicklungsforschung
11.01.2017 | Hochschule der Medien Stuttgart

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

17.01.2017 | Physik Astronomie

Wasser - der heimliche Treiber des Kohlenstoffkreislaufs?

17.01.2017 | Geowissenschaften

Kieselalge in der Antarktis liest je nach Umweltbedingungen verschiedene Varianten seiner Gene ab

17.01.2017 | Biowissenschaften Chemie