Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fortschrittliche Bildverarbeitung mit neuronalen Netzen

13.11.2003


Das Aufspüren der entscheidenden Eigenschaften digitalisierter Bilder ist eine knifflige Angelegenheit, die durch eine neuartige Anwendung neuronaler Netze wesentlich vereinfacht werden könnte.



Die Art und Weise, wie wir Menschen Objekte sehen und wahrnehmen, ist extrem schwierig zu imitieren. Zwar hat der Mensch im Laufe der Zeit immer mehr Wissen über die biologischen, neurologischen, psychologischen und anderen hierfür maßgeblichen Faktoren angehäuft, doch dieses Wissen ist noch immer lückenhaft.



Glücklicherweise tragen die hohen Rechenleistungen moderner Computer und die Digitalisierung von Bildern zu Nullen und Einsen dazu bei, den Stand der Technik auf dem Gebiet der Bildverarbeitung.

Das Projekt AMOVIP führte Forscher aus drei Kontinenten zusammen, um die Möglichkeiten für eine Anwendung der Technikgen neuronaler Netze auf diesem Gebiet zu untersuchen. Neuronale Netze sind hoch entwickelte numerische Verfahren, die in diesem Fall zum Lösen eines Systems von Differentialgleichungen eingesetzt werden. Das Ergebnis ist eine verbesserte Differenzierung zwischen Bildvordergrund und -hintergrund, Objektkanten und Helligkeitsmustern.

Das Konzept setzt sich aus drei separaten Analyseebenen zusammen und interpoliert zwischen Maximal- und Minimalwerten, um so zu einer ausgewogenen Lösung zu gelangen. Dabei werden beträchtliche Einsparungen bei der Verarbeitungszeit erzielt, indem Zellen-Wechselwirkungen nicht im globalen Maßstab berücksichtigt, sondern auf den lokalen Maßstab begrenzt werden und auf explizite Vergleichsverfahren verzichtet wird. Die höhere Bildqualität bei kürzerer Verarbeitungszeit macht die Ergebnisse von AMOVIP weitaus attraktiver als diejenigen der heute üblichen Bildverarbeitungstechniken.

Diese Ergebnisse können für vielfältige Anwendungen genutzt werden. So erfordern beispielsweise biometrische Sicherheitsmaßnahmen eine automatisierte Erkennung von Unterschriften, Gesichtsattributen, Fingerabdrücken und anderen persönlichen Merkmalen. Die Bildverarbeitung wird auch in der medizinischen Diagnostik angewandt, beispielsweise in der Kernspintomographie.

Das Verfahren ist einfach in VLSI-Technologie (Very Large-Scale Integration) implementierbar und basiert auf Technologien, die zum Industriestandard gehören (z.B. Matlab). Es wurden bereits mehrere Patentanmeldungen eingereicht. Das AMOVIP-Konsortium ist auf der Suche nach VLSI-Forschungsgruppen und/oder anwendungsorientierten Partnern.

Kontaktangaben:

Dr. Gabriel Cristobal
Consejo Superior de Investigaciones Cientificas
Serrano 121, 28006 Madrid, Spanien
Tel: +34-91-5616800, Fax: +34-91-5645557
Email: gabriel@optica.csic.es

Dr. Gabriel Cristobal | ctm
Weitere Informationen:
http://www.iv.optica.csic.es

Weitere Berichte zu: AMOVIP Bildverarbeitung Maßstab Verarbeitungszeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Modellfabrik Industrie 4.0: Forschungs- und Trainingsplattform für Wissenschaft und Wirtschaft
28.03.2017 | Hochschule Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten