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Anwendung von Stimmerkennungsverfahren bei Personen mit eingeschränkter Sprechfähigkeit

15.07.2003


Der Einsatz der eigenen Stimme ist eine entscheidende Voraussetzung für Lebensqualität sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich. Forschungsarbeiten an der Universität Sheffield können künftig dabei helfen, Personen zu identifizieren, bei denen die Gefahr besteht, die Sprechfähigkeit zu verlieren.


Die Fähigkeit zur verbalen Kommunikation wird von den meisten Menschen als etwas Selbstverständliches betrachtet. Ebenso verheerend wie Einschränkungen des Seh- und Hörvermögens, die uns allen vertrauter sein mögen, kann der Verlust der eigenen Stimme sein. Viele berufliche Tätigkeiten - beispielsweise diejenigen von Lehrern oder Sängern - hängen unmittelbar vom Stimmeinsatz ab.

Die menschlichen Stimmbänder können durch Krankheiten, Ernährungseinflüsse, Überlastung und Umweltfaktoren geschädigt werden. Wünschenswert wäre daher eine Methodik zur Beurteilung der individuellen Risiken eines möglichen Stimmverlustes. Eine solche Methodik wurde jetzt in einem Projekt erarbeitet, das teilweise über das Telematics 2C-Programm finanziert wurde und zur Aufstellung einer Skala für die Prognostizierung eines Stimmverlustrisikos geführt hat.


Dabei füllen die Probanden einen kurzen Fragebogen aus, der lediglich aus 25 Ja-Nein-Fragen besteht. In die Risikoabschätzung gehen verschiedene Faktoren wie z.B. die Stimmbelastung, die Art der Lebensführung sowie der allgemeine Gesundheitszustand und die Stimmgesundheit ein. Anhand der abschließenden Punktzahl aus dem Fragebogen wird den einzelnen Befragten schließlich eine Position auf der Risikoskala zugeordnet. Die Bewertung erfolgt nach Kategorien wie "hohe Belastung" oder "normale Belastung".

Die neue Methodik wurde an einer Gruppe von 26 Testpersonen erprobt. In einem Abschlussbericht werden die Ergebnisse des Tests analysiert und konkrete Empfehlungen für eine bessere Pflege der Stimme gegeben. Diese Richtlinien werden Lehrern und Angehörigen anderer Hochrisiko-Berufe dabei helfen, der Gefahr einer möglichen Beeinträchtigung ihrer Sprechfähigkeit besser zu begegnen.

Eine weitere wichtige Gruppe, die von dieser Arbeit profitieren kann, bilden Personen mit motorischen Behinderungen. Die prädiktive Stimmrisikoskala und das zugehörige Analyseverfahren werden zur Entwicklung überlegener Spracherkennungs-Software beitragen und den genannten Personenkreisen dabei helfen, glücklicher und produktiver zu leben.

Kontakt:

Sandra Whiteside, Lecturer
University of Sheffield
Western Bank, S10 2TA, Sheffield
United Kingdom
Tel: +44-114-2222427
Fax: +44-114-2730547
Email: S.Whiteside@sheffield.ac.uk

Sandra Whiteside | ctm
Weitere Informationen:
http://www.sheffield.ac.uk

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