Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kanadier testen Luftschiffe für Telekommunikation

19.12.2002

Erster kommerzieller Einsatz bereits 2004 geplant


21st century airships



Das kanadische Unternehmen 21st Century Airships will bis 2004 die ersten Luftschiffe für Telekommunikationszwecke in die Luft bringen. Wie der Toronto Star berichtet hat das Unternehmen einen entsprechenden Vertrag mit der US-Telefongesellschaft Telesphere Communications geschlossen. Demnach werden bis zu zehn Stratlite-Luftschiffe für das Unternehmen Ballungsräume innerhalb der USA und dem Grenzbereich zu Kanada und Mexiko abdecken. Telesphere Communications will über die Luftschiffe Breitband-Internetzugang und Mobilfunkdienste anbieten. Der Auftrag hat ein Volumen von 36 Mio. Dollar.



21st Century Airships setzt bei seinen Luftschiffen auf ein eher ungewöhnliches Design. Die Leichter-als-Luft-Fahrzeuge sind ballförmig und verfügen über zwei externe Antennen-Träger. Nutzlast, Antrieb und Steuerung sind im Inneren der Hülle untergebracht. Das Unternehmen hat bereits erfolgreich neun Prototypen seines Konzepts getestet. Der letzte Prototyp des Stratelits flog über der Wüste von Arizona. Das ballförmige Luftschiff mit einem Durchmesser von 18 Meter erreichte dabei eine Höhe von 6.000 Meter. Bei diesem Testflug konnte das Luftschiff Notebooks in einem Umkreis von 16 Kilometern mit Internetzugang versorgen. Ein weiterer Prototyp mit 40 Meter Durchmesser ist bereits geplant und soll mit einem US-Partnerunternehmen verwirklicht werden.

In der Endversion wird der Stratelite nach den Plänen von 21st Century Airships einen Durchmesser von 80 Metern erreichen und in einer Flughöhe von 19 Kilometern über dem Zielgebiet positioniert. Dort dienen die Luftschiffe als billiger Ersatz für Handymasten oder Kommunikationssatelliten, die mit billiger Technologie Zwei-Weg-Internetverbindungen anbieten können. Mit dem an Board befindlichen Dieseltriebwerk, unterstützt durch Solarzellen, kann der Stratelite bis zu einem Monat auf Position verbleiben.

"Einer der Vorteile gegenüber bestehenden Satelliten ist, dass die Luftschiffe bei Bedarf innerhalb weniger Stunden landen, ihre Nutzlast upgraden und wieder starten können", erklärte Unternehmenssprecher Frank Lively gegenüber dem Toronto Star. Um den selben Abdeckungsgrad wie zehn Luftschiffe mit Handymasten zu erreichen, müsste eine Telekom-Gesellschaft bis zu 14.000 Handymasten errichten. Die Errichtungskosten dafür liegen bei rund 56 Mio. Dollar. Zusätzlich fallen jährlich bis zu 67 Mio. Dollar Miete an.

21st Century Airships ist nicht das erste Unternehmen, das Handymasten durch Luftschiffe ersetzen will. So hat das britische Technologieunternehmen Advanced Technologies Group bereits vor mehr als einem Jahr seinen ersten Prototyp vorgestellt. Allerdings hat das Unternehmen noch keinen Abnehmer für seinen "Stratsat" gefunden. Daneben arbeiten auch Boeing und Cargolifter an einem Luftschiffprojekt für Telekommunikations- und Überwachungsanwendungen zusammen.

Dominik Schebach | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.21stcenturyairships.com/index.htm
http://www.thestar.com
http://www.airship.comat/pte.mc?pte=010712028

Weitere Berichte zu: Durchmesser Handymast Luftschiff Telesphere

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Störungsfreie Kommunikation für die Fabriken von morgen
22.03.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen