Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Sicherheit auf Smartphones - Mobiltelefone müssen vertrauenswürdiger werden

29.04.2008
Darmstädter Fraunhofer-Forscher punkten bei internationaler Mobilfunk-Konferenz WCNC in Las Vegas

Preis für besten Konferenzbeitrag auf WCNC-Konferenz

Moderne Mobiltelefone, auch Smartphones genannt, sind leistungsfähiger als Schreibtischcomputer vor einigen Jahren. Technisch gesehen ist ein aktuelles Handy ein tragbarer Mikrocomputer mit Telefonfunktion und Internetzugang. Dementsprechend wird es für immer mehr Anwendungen genutzt, nicht zuletzt als allgegenwärtiges Internetportal. Onlinebanking, E-Mail-Empfang und -Versand, Webshopping, Musikdownloads, Passwortverwaltung, Adressbücher, Notizen, Fotos - es gibt kaum etwas, das sich mit den kleinen, aber mächtigen Wunderwerkzeugen nicht bewerkstelligen ließe.

Bei allem technischen Fortschritt hinkt die Sicherheit aber hinterher. Dahinter steckt kein böser Wille der Gerätehersteller und Netzbetreiber, sondern einfach die Tatsache, dass sich bei der Konzeption der heutigen Mobilfunknetze vor rund fünfundzwanzig Jahren niemand vorstellen konnte, dass ein Mobiltelefon zu etwas anderem als zum Telefonieren benutzt werden würde. Das erste Seriengerät, mit dem sich SMS verschicken ließen, kam vor gerade einmal 13 Jahren auf den Markt. Auch das neuere UMTS ist nach Meinung der Fachleute vom Fraunhofer SIT nicht ausreichend sicher.

... mehr zu:
»Mobiltelefon »Smartphone »TCG

Preis für besten Konferenzbeitrag auf WCNC-Konferenz

Die Mobilfunkbranche scheint sich aber dessen bewußt zu werden, dass bei der Sicherheit nachgebessert werden muß. So haben die Forscher Andreas Schmidt, Nicolai Kuntze und Michael Kasper vom Darmstädter Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) jetzt für ihr Grundsatzreferat "On the deployment of mobile trusted modules" auf der IEEE-WCNC-Konferenz (Wireless Communications and Networking Conference des Institute of Electrical and Electronics Engineers, Las Vegas, USA, 31.3.-2.4.2008, www.ieee-wcnc.org) den Preis für einen der besten Konferenzbeiträge erhalten.

"In unserer Veröffentlichung zeigen wir, wie eine Referenzarchitektur für mobile Endgeräte nach den Spezifikationen der Trusted Computing Group (TCG) und der Mobile Phone Working Group (MPWG) umgesetzt werden kann, wie das praktische Design und die Implementierung dieses Konzepts aussehen und wie es auf einem geeigneten Betriebssystem angewendet werden kann", fasst Kuntze zusammen. Er baut mit seinen Kollegen auf Überlegungen auf, die von der TCG für stationäre Computer schon seit Jahren diskutiert und fortentwickelt werden. "Eine vertrauenswürdige mobile Plattform besteht aus Bereichen, die jeweils unterschiedlichen Interessenvertretern wie z.B. Netzbetreiber und Dienstanbieter zugeordnet und durch einen physikalischen Sicherheitsanker geschützt werden. Besonders wichtig ist die Inbesitznahme des Gerätes durch den Benutzer und die geheime Übertragung der Benutzeridentitäten zwischen verschiedenen Geräten und Netzkomponenten."

In der Veröffentlichung werden die entsprechenden Konzepte der MPWG, also Trusted Engines und Mobile Trust Modules (MTM), beschrieben und gezeigt, wie diese auf der Basis der bereits verfügbaren Trusted Platform Modules (TPM) implementiert werden können. Ein solcher virtueller MTM (vMTM) kann beispielsweise die Daten und Funktionalität einer SIM-Karte beherbergen und so deren Einsatzzweck auf die Authentifikation und das Identitätsmanagement auch auf normalen PC-Plattformen ausdehnen. Das sichere Smartphone könnte damit langfristig auch die Sicherheit beim Einsatz normaler Computer erhöhen.

Der von der WCNC prämierte Konferenzbeitrag ist zum Download verfügbar unter www.sit.fraunhofer.de/pressedownloads .

Fraunhofer-Institut für
Sichere Informationstechnologie
Rheinstr. 75, 64295 Darmstadt
Pressekontakt: Michael Kip
Tel. +49 69 97 20 20 56
Fax +49 69 17 23 72
m.kip@mpr-frankfurt.de
(Urlaubsvertretung für Oliver Küch)

Michael Kip | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.sit.fraunhofer.de
http://www.sit.fraunhofer.de/pressedownloads/pressemitteilungen/20080429PressemitteilungSmartphones.jsp

Weitere Berichte zu: Mobiltelefon Smartphone TCG

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Vom Edge- bis zum Cloud-Datacenter - Rittal zeigt in Monaco innovative Lösungen für Datacenter
29.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Layouterfassung im Flug: Drohne unterstützt bei der Fabrikplanung
19.05.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligente Sensoren mit System

29.05.2017 | Messenachrichten

Geckos kommunizieren überraschend flexibel

29.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg

29.05.2017 | Förderungen Preise