Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Produktivitätsschub für Wissensarbeiter

09.04.2008
Das europäische Forschungsprojekt ACTIVE entwickelt eine neue Technologie für höhere Produktivität von Wissensarbeitern.

Website: http://www.active-project.eu

Wissensbasierte Unternehmen stehen vor einer Herausforderung: Sie müssen die Produktivität ihrer Wissensarbeiter erhöhen, um wettbewerbsfähig zu sein. Die gegenwärtigen Informationssysteme bieten jedoch keine ausreichende Unterstützung, um dieser Herausforderung zu begegnen.

Sie machen es umständlich und zeitraubend, Informationen mit anderen zu teilen, und bieten wenig Unterstützung für informelle Wissensprozesse.

... mehr zu:
»Active »Wissensarbeiter

Das EU-geförderte Forschungsprojekt ACTIVE ist ins Leben gerufen worden, um diese Mängel zu überwinden. ACTIVE wird eine Lösung entwickeln, die den mühelosen Austausch von Wissen sowie informelle Wissensprozesse und einen reibungslosen Arbeitsablauf auf der Basis von kontextrelevanten Informationen ermöglicht.

Im Konsumentenmarkt haben Dienste wie Flickr und Del.icio.us gezeigt, wie Informationen durch einfach zu benutzende Kennzeichnungen, genannt Tags, ausgetauscht werden können. ACTIVE strebt an, diese Methode mit dem strengeren Ansatz zum Wissensaustausch in Organisationen zu verbinden, um so das Beste beider Welten zu erhalten - das Formelle und das Informelle.

Wissensprozesse werden von Menschen nach Bedarf geschaffen, sobald sie benötigt werden. Doch oft werden sie schnell vergessen, selbst von ihren Schöpfern, und werden dann nochmals erfunden. ACTIVE will diese Prozesse erfassen, so dass sie von ihren Schöpfern und anderen wieder verwendet werden können - ein wichtiger Aspekt beim Austausch der verborgenen Intelligenz in Unternehmen.

Wissensarbeiter wollen gefilterte Informationen - leichten Zugang zu relevanten und Aussieben von irrelevanten Informationen. Sie wollen nur unterbrochen werden, wenn die Unterbrechung wirklich dringend ist. Die Lösung besteht in der Organisation des Kontexts: ACTIVE erforscht den Kontext des Nutzers und passt dadurch die Erfahrung des Nutzers an den gegenwärtigen Kontext seiner Arbeit an.

Das durchgängige Ziel ist dabei, transferierbares, interoperables und umsetzbares Wissen zu schaffen, das nahtlose Kooperation unterstützt und Problemlösen ermöglicht.

Um dieses Ziel zu erreichen und die Produktivität von Wissensarbeitern zu steigern, wird ACTIVE einen integrierten, kontextorientierten Arbeitsbereich schaffen, den ACTIVE Knowledge Workspace, der Web-2.0-Anwendungen mit kontextbasierten und semantischen Technologien verbindet. Der ACTIVE Knowledge Workspace wird über existierende Software hinaus gehen, indem er bisher isolierte Lösungen in ein Ganzes integriert.

"Der ACTIVE Knowledge Workspace wird die Effizienz und Effektivität von Wissensarbeitern erheblich steigern. Er wird die Kraft des informellen Wissensaustauschs stärken, der traditionell in Gesprächen am Kaffee-Automaten stattgefunden hat," erläutert ACTIVE Project Director Paul Warren von BT.

Die Ergebnisse von ACTIVE sind relevant für alle Arten von Wissensarbeit; im ersten Schritt wird ACTIVE seine Knowledge-Workspace-Lösung in drei Industriebereichen einsetzen: Unternehmensberatung, Telekommunikation und Ingenieurwesen. Der Mehrwert der ACTIVE-Technologie wird in ökonomischen, organisatorischen und nutzerbezogenen Studien mit umfassenden Feldversuchen evaluiert.

"Wir sind zuversichtlich, dass die von ACTIVE entwickelte Technologie von wissensbasierten Unternehmen in Europe und darüber hinaus aufgenommen wird," sagt Paul Warren.

Über ACTIVE

ACTIVE ist ein Integriertes Projekt, das von der Europäischen Kommission im 7. Forschungsrahmenprogramm kofinanziert wird. Es läuft über drei Jahre von März 2008 bis Februar 2011. ACTIVE strebt an, die Produktivität von Wissensarbeitern auf proaktive, kontextbasierte und zugleich einfache und unaufdringliche Weise zu erhöhen. Das Projektziel ist, einen integrierten, kontext-bezogenen digitalen Arbeitsraum zu schaffen, der die Umwandlung von stillem, nicht geteilten Wissen in transferierbares, interoperables und handlungsorientiertes Wissen unterstützt. Das ACTIVE-Konsortium besteht aus 12 europäischen Partnern aus Industrie und Hochschule, die jeweils führend auf ihrem Gebiet sind.

ACTIVE Project Director: Paul Warren, BT

Milon Gupta | idw
Weitere Informationen:
http://www.active-project.eu

Weitere Berichte zu: Active Wissensarbeiter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Roboter-Navigation über die Cloud
11.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Neuer Kaba Zylinder mit Service-Funktion: Zeitlich begrenzter Zutritt für Servicepersonal
07.12.2017 | dormakaba Deutschland GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mit Quantenmechanik zu neuen Solarzellen: Forschungspreis für Bayreuther Physikerin

12.12.2017 | Förderungen Preise

Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik