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Ist die steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen gleichbedeutend mit wachsender Prekarisierung?

31.10.2012
Unsichere Beschäftigungs- und Lebensverhältnisse haben längst die Mitte der Gesellschaft erreicht. Sind Frauen und Männer eigentlich gleichermaßen davon betroffen?

Dieser Frage gehen die Teilnehmer/innen der 10. Jahrestagung des Ökonominnen-Netzwerk economics, feminism and science (efas) nach. Sie findet am 15. und 16. November 2012 an der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) statt. Anmeldungen sind noch bis Montag, 12. November, möglich. Auf der Tagung wird außerdem der efas-Nachwuchsförderpreis für zwei exzellente wirtschaftswissenschaftliche Abschlussarbeiten verliehen.

Zunehmende Armut, zu geringes Einkommen und erfolglose Umschulungsversuche der ehemaligen Schlecker-Beschäftigten zu Pflegerinnen und Erzieherinnen sind Symptome der Gesellschaft, die kontrovers diskutiert werden. Die Orientierung am männlichen Normalarbeitsverhältnis und männlichen Ernährerbild ist unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen Wandlungsprozessen für diese Diskussion nicht mehr zeitgemäß. Welche Effekte haben die Feminisierung der Erwerbsarbeit und prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse auf das Geschlechterverhältnis? Welche Bewältigungsstrategien zeigen sich in den verschiedenen wirtschafts- und sozialpolitischen Feldern wie in Hartz IV, in geringfügiger Beschäftigung oder als Familienernährerin, im Einzelhandel, in der Selbstständigkeit, in der Pflegearbeit und in der Wissenschaft? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Wirtschaft diskutieren bei der Jahrestagung aktuelle Entwicklungen und Handlungsoptionen.

Auf der Tagung wird auch der efas-Nachwuchsförderpreis für zwei exzellente wirtschaftswissenschaftliche Abschlussarbeiten mit Genderbezug verliehen, zum ersten Mal für eine Dissertation. Die beiden Preisträgerinnen werden erst wäh-rend der Veranstaltung bekanntgegeben. 2011 ging der Nachwuchsförderpreis an eine Bachelorabsolventin, die den Arbeitsmarkt u.a. aus der Genderperspektive analysiert hatte sowie an eine Untersuchung zu unbezahlter Hausarbeit im Fordismus und Postfordismus.

efas ist ein im Jahr 2000 gegründetes Netzwerk von 286 Ökonominnen und Wissenschaftlerinnen angrenzender Disziplinen im deutschprachigen Raum, das auf den Informationsaustausch an der Schnittstelle von Lehre, Forschung und Praxis zielt und Nachwuchswissenschaftlerinnen fördert.

Ansprechpartnerin für die Presse:
Heidrun Messerschmidt, Tel: 030/5019-2414
E-Mail: efas-netzwerk@htw-berlin.de

Gisela Hüttinger | idw
Weitere Informationen:
http://www.htw-berlin.de
http://efas.htw-berlin.de/

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