Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie werden Städte sicherer?

09.11.2010
Politikwissenschaftler der Universität Münster suchen Rezepte gegen Jugendkriminalität / Förderung aus Berlin

Spätabends in der Dunkelheit durch die Fußgängerzone: Zumindest viele Frauen würden dies nicht alleine tun. Aber stimmen das individuelle Sicherheitsempfinden und die tatsächliche Gefahr von Übergriffen immer und überall überein?

Mit diesem Thema beschäftigt sich ein Forschungsprojekt der Politikwissenschaft an der Universität Münster. Das Projekt "Kooperative Sicherheitspolitik in der Stadt" - kurz "KoSiPol" - fördert das Bundesforschungsministerium mit insgesamt rund 500.000 Euro, wobei die Uni Münster knapp 382.000 Euro erhält.

Schwerpunkte der soziologisch-kriminologischen und politikwissenschaftlichen Analyse in 16 deutschen Städten sind die Themen "Jugendliche als Täter und Opfer", "Häusliche Gewalt, "Sucht und Drogen" sowie "Präsenz von Polizei und Sicherheitsdiensten".

Anhand dieser Felder sollen veränderte Strukturen untersucht werden: Gab es früher oft eine alleinige Zuständigkeit öffentlicher Institutionen und Behörden, sind es heutzutage vermehrt Kooperationen oder kommunale Partnerschaften - etwa mit privaten Sicherheitsdiensten, kriminalpräventiven Räten oder bürgerschaftlichen Beteiligungen.

In der Studie soll die Gestaltung neuer Sicherheitskonzepte auch unter Berücksichtigung des vielerorts gestiegenen Unsicherheitsgefühls der Menschen untersucht werden. Dafür wird es in den ausgewählten Städten Bürgerbefragungen geben. Zudem sind Expertengespräche geplant. Die Ergebnisse der bis Mai 2012 angelegten Untersuchung sollen später in die Präventionsarbeit von Kommunen Eingang finden und auch bei der Ausbildung des Polizeinachwuchses berücksichtigt werden.

"KoSiPol" ist ein Verbundprojekt, an dem unter Projektleitung des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Münster und der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW auch die Universität Greifswald, die Verwaltungsfachhochschule Wiesbaden sowie das Europäische Zentrum für Kriminalprävention e.V. Münster beteiligt sind.

Links:

Einzelheiten und Ansprechpartner zum Forschungsprojekt
http://egora.uni-muenster.de/pol/kosipol.shtml
Europäisches Zentrum für Kriminalprävention e.V. Münster
http://www.ezkev.de/home/

Juliane Albrecht | Universität Münster
Weitere Informationen:
http://www.uni-muenster.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Mathematische Algorithmen berechnen soziales Verhalten
14.11.2016 | Technische Universität München

nachricht Schrumpfende Gesellschaften: Welcher Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels?
18.10.2016 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten