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Neues Informationssystem „Social Indicators Monitor – SIMon“ geht online

19.08.2010
Gesellschaftliche Dauerbeobachtung mit sozialen Indikatoren für Deutschland und Europa im neuen Webangebot SIMon – nutzerfreundlich, umfassend, effizient.

Zuverlässige Informationen über die soziale Lage und Entwicklung in der Gesellschaft sind heute wichtiger denn je.

Demografische Entwicklungen, die Entwicklung von Wohlstand und Lebensqualität, die Verteilung von Armut und Reichtum oder die Realisierung von Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern und in der Bildung sind nur einige Beispiele aus den Themenbereichen des sozialstrukturellen Wandels und der Wohlfahrtsentwicklung, die für politische Entscheidungen und gesellschaftliche Diskussionen von Bedeutung sind.

Das Zentrum für Sozialindikatorenforschung von GESIS – Leibniz-Intitut für Sozialwissenschaften hat nun mit dem Social Indicators Monitor – SIMon einen integrierten und komfortablen Zugang zu den Zeitreihendaten seiner beiden Indikatorensysteme – dem System Sozialer Indikatoren für Deutschland und dem European System of Social Indicators – geschaffen. Beide Indikatorensysteme sind Instrumente einer systematischen Gesellschaftsbeobachtung und bieten umfassende und detaillierte Informationen zur Entwicklung der deutschen und europäischen Gesellschaften der letzten Jahrzehnte.

Eine intuitive Handhabung, verschiedene grafische Darstellungsmöglichkeiten, einfache Formen der Datenanalyse sowie Exportfunktionen für Tabellen und Grafiken erlauben es dem Nutzer von SIMon, die benötigten und interessanten Informationen schnell und effizient zu erhalten und aufzubereiten.

Das System Sozialer Indikatoren für Deutschland umfasst knapp 400 Indikatoren (darunter ca. 90 Schlüsselindikatoren) und über 3000 Zeitreihen. Der Beobachtungszeitraum erstreckt sich vom Beginn der 1950er Jahre bis zur Gegenwart. Das Indikatorensystem gliedert sich in 13 Lebens- und Politikbereiche, wie z.B. Bevölkerung, Arbeitsmarkt und Beschäftigungsbedingungen, Gesundheit und Bildung. Darüber hinaus liegen für eine Vielzahl der Indikatoren auch Disaggregationen nach verschiedenen sozio-demografischen bzw. sozio-ökonomischen Merkmalen vor.

Das European System of Social Indicators umfasst im Idealfall die gegenwärtigen 27 Mitgliedsländer der Europäischen Union sowie darüber hinaus auch Norwegen und die Schweiz sowie Japan und die USA als zwei außereuropäische Referenzgesellschaften. Gegenwärtig liegen Zeitreihendaten für mehr als 600 Indikatoren zu neun der insgesamt 13 projektierten life-domains vor. Der Beobachtungszeitraum erstreckt sich vom Beginn der 1980er Jahre bis zur Gegenwart.

Ansprechpartner:
Dr. Heinz-Herbert Noll
Leiter des Zentrums für Sozialindikatorenforschung der GESIS
E-Mail: heinz-herbert.noll@gesis.org
GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften ist die Infrastruktureinrichtung für die Sozialwissenschaften und unterstützt wissenschaftliches Arbeiten durch die Bereitstellung entsprechender Beratungen, Daten und Informationen. Aufbauend auf umfangreichen Forschungsprogrammen bietet GESIS Dienstleistungen zu Daten (Archivierung, Bereitstellung, Aufarbeitung, Recherche, Dauerbeobachtung), Methoden (Beratung, Entwicklung komplexer Methoden) und Fachinformationen (Datenbanken mit Informationen zu sozialwissenschaftlicher Literatur und zu Forschungsaktivitäten). Ein weiterer Service sind die GESIS-Portale, in denen sozialwissenschaftliche Informationen und Daten einfach und nutzerfreundlich zugänglich gemacht werden. GESIS ist ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft und u.a. an wichtigen europäischen Projekten wie den European Social Survey, dem europäischen Archivverbund CESSDA und dem OECD-Projekt Programme for the International Assessment of Adult Competencies (PIAAC) beteiligt.

Kerstin Hollerbach | idw
Weitere Informationen:
http://www.gesis.org/SIMon

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