Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bevölkerung und Entwicklung: Land mit Aussicht

24.07.2014

In einer Studie hat das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung 2009 den demografischen und wirtschaftlichen Erfolg des westlichen Niedersachsens analysiert und sich dabei nicht nur auf Zahlen verlassen.

Im westlichen Niedersachsen entstehen Jobs. Das ist ungewöhnlich für eine ländliche Gegend. Und die Region um Vechta und Cloppenburg, das Oldenburger Münsterland, gewinnt sogar Einwohner hinzu. Das hat das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers herausgefunden.

Bereits im Jahr 2009 analysierte das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung die Gründe für den wirtschaftlichen und demografischen Erfolg dieser Region in seiner Studie „Land mit Aussicht“ – sowohl auf Basis wirtschaftlicher und demografischer Daten als auch in Interviews mit den Einheimischen.

Demnach zeichnen sich die Oldenburger Münsterländer durch starke familiäre Bande aus. Junge Paare bekommen früh Kinder und können sich darauf verlassen, dass sie von der Verwandtschaft unterstützt werden.

„Anders als in vielen anderen Gegenden Deutschlands leben im Oldenburger Münsterland viele Familien in Mehrgenerationenhaushalten. Großeltern können sich dort deshalb noch um ihre Enkel kümmern und Kinder wiederum um ihre pflegebedürftigen Eltern“, so Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts.

Gleichzeitig seien über 80 Prozent der Oldenburger Münsterländer in Vereinen oder in der Kirche aktiv. Dadurch sei der gesellschaftliche Zusammenhalt besonders hoch. Das befördere auch den großen wirtschaftlichen Erfolg. „Im Oldenburger Münsterland besteht ein dichtes Netz mittelständischer Unternehmen. Sie alle arbeiten eng miteinander zusammen“, sagt Klingholz. „Die Oldenburger Münsterländer haben es zusammen geschafft, aus ihrer ländlichen Struktur Kapital zu schlagen.“

Das war möglich, indem sie eine geschlossene Wertschöpfungskette von der Futtermittelproduktion über Viehzucht, Fleischverarbeitung, Maschinenbau, Verpackungsindustrie, Düngemittelherstellung bis hin zum Pharmaunternehmen erschlossen. „Das schafft nicht nur Arbeitsplätze. Der wirtschaftliche Erfolg führt auch zu einem positiven Selbstbild und zu einer noch engeren Verbundenheit mit der Region. Für die demografische und wirtschaftliche Zukunft des Oldenburger Münsterlands kann das nur von Vorteil sein“, erklärt Reiner Klingholz.

Die Studie erreichen Sie kostenfrei unter

http://www.berlin-institut.org/publikationen/studien/land-mit-aussicht.html

Bei Rückfragen helfen wir Ihnen gerne weiter:

Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung
Schillerstr. 59
10627 Berlin

info@berlin-institut.org
Tel.: 030 – 22 32 48 45

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung ist ein unabhängiger Thinktank, der sich mit Fragen regionaler und globaler demografischer Veränderungen beschäftigt. Das Institut wurde 2000 als gemeinnützige Stiftung gegründet und hat die Aufgabe, das Bewusstsein für den demografischen Wandel zu schärfen, nachhaltige Entwicklung zu fördern, neue Ideen in die Politik einzubringen und Konzepte zur Lösung demografischer und entwicklungspolitischer Probleme zu erarbeiten.

Das Berlin-Institut erstellt Studien, Diskussions- und Hintergrundpapiere, bereitet wissenschaftliche Informationen für den politischen Entscheidungsprozess auf und betreibt ein Online-Handbuch zum Thema Bevölkerung.

Weitere Informationen, wie auch die Möglichkeit, den kostenlosen regelmäßigen Newsletter „Demos“ zu abonnieren, finden Sie unter http://www.berlin-institut.org.

Weitere Informationen:

http://www.berlin-institut.org/publikationen/studien/land-mit-aussicht.html
http://www.berlin-institut.org

Ruth Müller | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Berichte zu: Einwohner Entwicklung Erfolg Kinder Maschinenbau Stiftung Unternehmensberatung Wandel Zukunft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Mathematische Algorithmen berechnen soziales Verhalten
14.11.2016 | Technische Universität München

nachricht Schrumpfende Gesellschaften: Welcher Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels?
18.10.2016 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise